#CREATEYOURLIGHT: MAKRO-FOOD-FOTOGRAFIE MIT DEN NEUEN NIKON Z MC OBJEKTIVEN - TEIL 2

Dienstag, 15. Juni 2021

Nach den ersten beiden #CreateYourLight-Tipps zur Aufnahme von Makro-Food-Fotos von der preisgekrönten Bloggerin und Food-Fotografin Donna Crous und Action-Sport-Videografin Aurélie Gonin, möchten wir nun auch die restlichen drei Tipps der beiden mit euch teilen. Lasst euch inspirieren und ...

... erschafft etwas Episches

Beim Blick durch ein Makro-Objektiv lassen sich viele spannende Details entdecken. Ein echtes Makro-Objektiv, wie das NIKKOR Z MC 50 mm f/2.8, hat einen Abbildungsmaßstab von 1:1 und zeigt Motive damit in Originalgröße. Wenn ihr also Bilder von kleinen Objekten aufnehmt, werdet ihr auf diese Weise jedes Detail perfekt und scharf wiedergeben können.

Auch Aurélie ist begeistert und freut sich, dass man mit einem Makro-Objektiv Dinge zeigen kann, die unsere Augen nicht sehen können. Manchmal ist man so nah an einem Motiv dran, dass man vielleicht erst einmal überlegen muss, was man da eigentlich sieht – aber genau das gibt einem die Gelegenheit, mit solchen Details etwas Episches zu erschaffen.

Donna Crous (li.) & Aurélie Gonin (re.)

Wenn ihr schon mal versucht habt, extreme Nahaufnahmen mit einem Smartphone, mit einer einfachen Kompaktkamera, oder mit einem „Nicht-Makro-Objektiv“ aufzunehmen, werdet ihr festgestellt haben, dass die Bilder unscharf werden, je näher ihr an das Motiv herangeht. Vielleicht musstet ihr sogar viel weiter zurücktreten, als euch lieb war, damit die Kamera überhaupt scharfstellen konnte. Das hat mit der Naheinstellgrenze der jeweiligen Objektive zu tun. Mit einem Objektiv wie dem NIKKOR Z MC 50 mm f/2,8 fällt die Naheinstellgrenze deutlich kürzer aus, da es für Makro-Aufnahmen optimiert ist. In dem Fall könnt ihr sogar dann noch scharfstellen, wenn die vordere Linse des NIKKOR Z MC 50 mm f/2.8 nur 5,6 Zentimeter vom Motiv entfernt ist!

Details und Texturen: Zeigt, was die Augen nicht sehen können

Das NIKKOR Z MC 50 mm f/2.8 lässt sich an jeder Nikon Z-Kamera verwenden – egal ob es sich um eine Vollformatkamera wie die Z 7II, die Z 6II und die Z 5, oder um eine DX-Formatkamera wie die Z 50 handelt.

An einer Vollformatkamera der Z-Serie habt ihr die Möglichkeit, das Objektiv einerseits wie ein „normales“ 50-mm-Objektiv einzusetzen und zum Beispiel großartige Landschaften, Straßenszenen und Porträts aufzunehmen – oder eben ganz nah heranzugehen und beeindruckende Makro-Fotos festzuhalten. Mit einer DX-Kamera der Z-Serie verhält es sich genauso: In dem Fall entspricht die Brennweite umgerechnet der eines 75-mm-FX-Objektivs. Das ist ideal für Kopf-Schulter-Porträts und engere Ausschnitte von kleinen Motiven in der Makro-Fotografie.

Wenn ihr mit dem NIKKOR Z MC 50 mm f/2.8 fokussiert und der Objektivtubus nach vorne ausfährt, könnt ihr anhand der Markierungen oben auf dem Tubus leicht ablesen, welcher Abbildungsmaßstab gerade eingestellt ist. Für lebensgroße Aufnahmen mit vielen Details und Texturen wählt ihr den Fokus am besten so, dass die Markierung einen Abbildungsmaßstab von 1:1 anzeigt.

Darüber hinaus fällt das NIKKOR Z MC 50 mm f/2.8 klein und leicht aus: Ihr könnt es einfach an der Kamera lassen, wenn ihr unterwegs seid. Kommt das Objektiv an einer Nikon Z-Kamera mit sensorbasierter Bildstabilisierung (Z 5, Z 6, Z 7, Z 6II oder Z 7II) zum Einsatz, sind sogar großartige Nahaufnahmen aus der Hand möglich.

Findet das beste Licht für Nahaufnahmen

Möchtet ihr auch solch detailreiche und gestochen scharfe Food-Aufnahmen wie Donna in unserem Video fotografieren? Dann sind vor allem die Lichtquellen ein wichtiges Thema. Für die Aufnahme ist es entscheidend, aus welcher Richtung das Licht auf das Motiv fällt. Donna und Aurélie sprechen hier von „gerichtetem Licht“. Das bedeutet, dass das Licht aus einer bestimmten Richtung auf euer Motiv scheint und auf diese Weise ein Highlight setzt. Wie sich ein solches Highlight-Licht auswirken kann, zeigen Donna und Aurélie mithilfe von einem Ei. Durch ein gezieltes Licht von der Seite oder von oben wird jeweils ein Schatten erzeugt, der das Motiv in seiner Umgebung „erdet“ – so wirkt die Aufnahme realistischer.

Sowohl Donna als auch Aurélie sind sich einig, dass die Art des Schattens, den das Licht wirft, eine wichtige Rolle in der Aufnahme spielt. Für eindrucksvolle Bilder empfiehlt Donna einen weichen Schatten – das setzt auch ein weiches Licht voraus.

Die Position der Lichtquelle ist in der Food-Fotografie sehr wichtig. Wenn ihr euch um euer Motiv herum bewegt und es aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, werdet ihr merken, wie sich das Licht und dessen Wirkung auf euer Bild verändert. Eine frontale Beleuchtung führt zu einer flachen, zweidimensionalen Aufnahme. Die Beleuchtung von der Seite gibt euch eine dreidimensionale Wirkung.

Bei Videoaufnahmen arbeitet Aurélie gerne mit Gegenlicht, da es zu großartigen Kontrasten führt. Auch Donna liebt das Licht von vorne, wenn sie bestimmte Lebensmittel-Sorten fotografiert, oder die Tiefe und die Transparenz in einem Glas Champagner zeigen möchte.

Welches Licht ihr letztendlich verwendet, hängt davon ab, welche Bildwirkung erreicht werden soll. Probiert es am besten einfach aus, bevor ihr mit den eigentlichen Aufnahmen beginnt.

Donna und Aurélie komponieren ein wunderschönes Arrangement von Zitrusfrüchten.

Kunstvolle Makrofotografie – Komponiert wie ein Profi!

Die Farben in der Makro-Fotografie können unglaublich fesselnd sein. Um das eigene Auge für schöne Kompositionen zu schulen, empfiehlt sich die einfache, aber effektive Möglichkeit, einige Früchte auf einem auffälligen Hintergrund zu arrangieren.

In unserem Video findet ihr Donnas Tipps für die Komposition mit Farben und Freiräumen im Bild. Freiräume bedeutet in dem Fall, dass ihr eurem Motiv Raum zum Atmen gebt, indem ihr etwas Platz zwischen den einzelnen Bildelementen lasst. Im Video könnt ihr verfolgen, wie Donna ein wunderschönes Arrangement von Zitrusfrüchten auf ein paar Fliesen auslegt, die sie vor Ort entdeckt hat. Die komplementären Farben der Früchte und der Fliesen lassen das Bild wirklich lebendig werden. „Versucht, die Früchte in einem Halbkreis zu positionieren", erklärt Donna – so bleibt immer noch ein etwas freier Raum, durch den das Auge wandern kann. Es ist diese Bewegung des Auges, die dazu beiträgt, dass der Betrachter in ein Stillleben „hineingezogen“ wird.

Bild aufgenommen mit Nikon Z 7 II + NIKKOR Z MC 50 mm f/2.8 @ 50 mm, 1/4s, f/5.6, ISO 100, von Donna Crous und Aurélie Gonin.

TIPP 3: Der Ei-Test

Wenn ihr nach einer guten Möglichkeit sucht, um euer neues Objektiv auszuprobieren und dabei lernen möchtet, wie sich die Beleuchtung auf euer Motiv auswirkt, dann hat Donna einen einfachen Tipp für euch. Nehmt ein Ei und beleuchtet es aus verschiedenen Winkeln. Fotografiert es mit Licht, das von vorne oder von der Seite kommt, und probiert auch gerne mal eine Aufnahme im Gegenlicht. Ihr werdet schnell merken, wie unterschiedliche Lichtpositionen das Ei jedes Mal anders wirken lassen. Es kann gut sein, dass euch eure Familie bei diesem Ei-Test für verrückt hält – dennoch ist es eine sehr gute und einfache Methode, um herauszufinden, welchen Einfluss Licht auf ein Motiv haben kann.

Erzählt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln

In unserem Video zeigt euch Aurélie, wie ihr Stilllife-Motive aus verschiedenen Blickwinkeln so filmen könnt, dass selbst unbewegliche Objekte, wie Lebensmittel, eine Geschichte erzählen. Dazu filmt sie einen Teller mit rot-weißen „lingua de fusco“-Bohnen. Um die Schärfe während der Aufnahme von der ersten bis zur letzten Bohne zu durchlaufen, verschiebt Aurélie die Schärfeebene, indem sie den Fokusring am Objektiv dreht. Ihr könnt das wahlweise auch über den Touchscreen eurer Nikon Z-Kamera machen. Dazu wählt ihr den gewünschten Fokuspunkt einfach direkt mit dem Finger auf dem Display.

Findet eure Schärfeebene

Mit dem NIKKOR Z MC 50 mm f/2.8 gelingen euch superscharfe und detailreiche Makro-Aufnahmen. Dabei kann die Wahl der Schärfeebene eine Herausforderung sein – vor allem dann, wenn ihr von einem Smartphone aufsteigt, das alles automatisch für euch erledigt hat! Aber keine Sorge. Wenn ihr diese einfachen Regeln befolgt, werdet ihr im Handumdrehen scharfe Aufnahmen erzielen.

In der Makrowelt kann schon eine winzige Verschiebung der Kameraposition die Schärfe im Bild so stark verändern, dass wichtige Details verloren gehen. Vielleicht habt ihr schon mal genau auf die Augen eines Käfers fokussiert, nur um dann den Auslöser zu drücken und festzustellen, dass am Ende nicht die Augen, sondern die Hinterbeine des Käfers scharf sind.

Der Grund dafür ist die sogenannte „Schärfeebene“. Die Schärfeebene ist eine zweidimensionale Ebene, in der alles perfekt und scharf abgebildet wird. Man kann sie sich am einfachsten als eine Glasscheibe vorstellen, die vor der Kamera positioniert ist. Euer Schärfepunkt befindet sich genau auf dieser Glasscheibe. Alles, was sich vor oder hinter dieser Ebene befindet, ist unscharf. Je weiter sich das Motiv von der Ebene entfernt, desto unschärfer wird es.

Die Schärfentiefe

Es gibt einen Bereich um die Schärfeebene herum, in dem Motive sowohl vor als auch hinter der Ebene noch scharf abgebildet werden. Dieser Abstand zwischen dem nächstgelegenen und dem entferntesten noch scharfen Punkt wird „Schärfentiefe“ genannt.

Unser Tipp: Wenn ihr neu in die Makro-Fotografie einsteigt, ist es hilfreich, mit der größtmöglichen Schärfentiefe zu arbeiten. Aufgrund des kurzen Aufnahmeabstands fällt die Schärfentiefe im Makrobereich grundsätzlich eher kurz aus. Oft sind es nur wenige Millimeter, die überhaupt scharf abgebildet werden können. Dennoch lohnt es sich, nach der größtmöglichen Schärfentiefe zu suchen, da auch bei einem Marienkäfer oder einem Stück Obst bereits ein oder zwei Millimeter den Unterschied machen können, ob wichtige Details noch scharf sind, oder eben nicht.

Um die Schärfentiefe zu erhöhen, verändert ihr den Blendenwert. Das NIKKOR Z MC 50 mm f/2,8 hat eine maximale Blendenöffnung von f/2,8, die sich hervorragend eignet, um bei Nicht-Makro-Motiven eine schöne Hintergrundunschärfe (Bokeh) zu erzielen. Für Makro-Aufnahmen solltet ihr die Blende hingegen besser schließen, um die Schärfentiefe zu erhöhen. Dabei gilt: Je kleiner die Blendenzahl, desto größer ist die Blendenöffnung. Wählt ihr dagegen eine höhere Blendenzahl, also zum Beispiel f/5,6, f/8 oder f/11, dann schließt ihr damit die Blendenöffnung und vergrößert so die Schärfentiefe.

TIPP 4: Tolle Effekte mit einer kurzen Schärfeebene im Videomodus

Im Studio auf Teneriffa dreht Aurélie einen Videoclip von gefrorenen Blaubeeren: Dazu „bewegt“ sie eine extrem kurze Schärfeebene über die Beeren – das sorgt für einen echten „Wow“-Effekt. Die schmale Schärfeebene wird dadurch erreicht, das Aurélie sehr nah mit dem Objektiv an das Motiv herangehet. Alles außerhalb dieser Schärfeebene wird in eine schöne Unschärfe getaucht.

Im Video verwendet Aurélie dafür das NIKKOR Z MC 105 mm f/2,8 VR S bei maximaler Blendenöffnung f/2,8. Einen ganz ähnlichen Effekt könnt ihr aber auch mit dem NIKKOR Z MC 50 mm f/2.8 erzielen.

Bild aufgenommen mit Nikon Z 7 II + NIKKOR Z MC 105mm f/2.8 VR S @ 105 mm, 1/125 s, f/2.8, ISO 1250, von Donna Crous und Aurélie Gonin.

Bewegungen einfangen – schnell bewegen, langsam abspielen

Möchtet ihr versuchen, ein perfektes Bild von Puderzucker aufzunehmen, der über Kekse gestreut wird? Wie das funktioniert, zeigt euch Donna in unserem Teneriffa-Shooting. Mit dem Intervall-Timer ihrer Nikon Z-Kamera kann sie eine Reihe von Standbildern zeitlich festlegen. Die Kamera nimmt so viele Aufnahmen auf, wie Donna programmiert hat. Das gibt ihr die Zeit, den Puderzucker und ein kleines Sieb in die Hand zu nehmen und so ein schönes Gefühl von Bewegung im Bild zu erzeugen.

Auch Aurélie hat Gefallen an der Aufnahmesituation gefunden und filmt dazu ein Video. Dazu zeichnet sie den Bewegungsablauf sowohl in normaler Geschwindigkeit als auch zusätzlich in Zeitlupe auf. Das geht ganz einfach über das Kameramenü „Filmaufnahme“. Hier wählt sie eine Bildrate von 120 fps, um eine 4-fache Zeitlupe zu erhalten. So kann sie jedes versteckte Detail des fallenden Puderzuckes in der Bewegung zeigen.

TIPP 5: Verwendet beim Filmen nicht den automatischen Weißabgleich

Wenn ihr beim Filmen eure Position um ein Motiv herum verändern, so wie es Aurélie bei der Zeitlupenaufnahme der Kekse macht, werdet ihr merken, dass sich durch die wechselnden Lichtbedingungen auch die Farben im Videobild verändern. Das passiert, wenn eure Kamera auf AWB (automatischer Weißabgleich) eingestellt ist. Diese Einstellung passt den Weißabgleich, der die Farben in eurem Bild festlegt, automatisch an. Wenn ihr euch also mit automatischem Weißabgleich bewegt, versucht die Kamera, die Farben automatisch an die neuen Lichtverhältnisse anzupassen.

Um das zu vermeiden, solltet ihr am besten auf die „Auto“-Einstellung verzichten und entweder ein voreingestelltes Weißabgleich-Preset verwenden, oder die Einstellung komplett manuell vornehmen. Dann wendet die Kamera aus jedem Winkel konsequent den gleichen Weißabgleich an. Damit bleiben die Farben auch bei Positionswechseln erhalten.



Noch mehr Tipps von Donna & Aurélie



Versucht es selbst! Probiert es aus und zeigt uns eure spannendsten Detailaufnahmen. Wenn ihr eure Fotos mit #Createyourlight taggt, habt ihr die Chance, in unserer Galerie vorgestellt zu werden.

Wir freuen uns auf eure Bilder!

#CYL Galerie

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