FÜNF TIPPS FÜR ERFOLGREICHES EIGENMARKETING ALS FOTOGRAF

Montag, 03. August 2020

Entwickelt ein unverwechselbares Profil und baut eure persönliche Marke als Fotograf auf. Hier erfahrt ihr, wie ihr mit cleverem Eigenmarketing nur noch Jobs bekommt, die ihr wirklich gerne macht. Gute Bilder allein machen euch als Fotografin oder Fotograf nicht erfolgreich. Da im Grunde jeder mit den Kameras von Nikon technisch perfekte Bilder aufnehmen kann, müsst ihr als Fotoprofi immer einen Schritt weiter denken. Ihr entscheidet euch etwa für eine bestimmte Motivgestaltung, um die inhaltliche Aussage des Fotos zu verstärken. Und ihr achtet darauf, welches Bild ihr selbst in der Öffentlichkeit abgebt, zum Beispiel gegenüber potenziellen Kunden. Gerade Letzteres ist für Selbstständige oft der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg. Wer im Business weiterkommen will, der sollte also am eigenen Image und an seiner Selbstdarstellung arbeiten. Doch keine Sorge, ihr müsst euch dafür nicht verbiegen oder neu erfinden. Hier sind fünf Schritte, die euch dabei helfen, euer Eigenmarketing aufs nächste Level zu heben.

1. Fokussiert euch auf eigene Stärken!

Der erste Schritt im Eigenmarketing ist, sich die eigenen Stärken bewusst zu machen. Dazu ist es hilfreich, sich das bisher Erreichte in Erinnerung zu rufen. Das können besonders gelungene Fotos sein, aber auch positive Rückmeldungen von Kunden. Wer noch am Anfang steht oder gerade erst sein Foto-Business gegründet hat, sollte an frühere Erfolge im Leben denken. Sei es die gute Schulnote, die Sporturkunde oder die Anerkennung im Kreise eurer Freunde. Welche Eigenschaften von euch wurden schon einmal gelobt? Welche Aktionen von euch fanden andere besonders erwähnenswert? Das können zähl- und messbare Erfolge oder auch besondere soziale Kompetenzen sein. Gerade im Foto-Business kommt es auf emotionale Stärken an. Versucht deshalb, euch an Situationen zu erinnern, in denen ihr andere mit euren Taten begeistert habt oder etwas für andere bewegt habt. Auf die bereits vorhandenen Stärken könnt ihr dann – im wahrsten Sinne des Wortes – euer Business bauen. Es reicht beinahe schon, sich ihrer einfach nur bewusst zu sein. Im Alltag werden sie euch dann unbewusst zum Erfolg leiten.

2. Arbeitet an eurem Profil!

Als Nächstes richtet ihr den Blick auf euer Business. Wo liegen eure Schwerpunkte? Welche Themen interessieren euch besonders? Was unterscheidet euch von anderen? Es geht dabei darum, zu überlegen, in welchem Bereich ihr eure persönlichen Stärken am besten einsetzen könnt. Das beinhaltet auch Überlegungen zu eurer Zielgruppe. Schließlich ist nicht jedes Thema für jeden Kunden geeignet. Betreibt ein wenig Marktforschung, indem ihr auf Webseiten, in Social-Media-Kanälen, Unternehmensbroschüren und Magazinen recherchiert.

Versucht, so viel wie möglich über euren jeweiligen Markt in Erfahrung zu bringen. Welche Unternehmen oder Privatleute sollen eure Bilder kaufen? Macht euch ein möglichst konkretes Bild von den Personen, mit denen ihr auf professioneller Ebene in den Dialog treten wollt. So könnt ihr leichter erkennen, ob eure Vorstellungen und Ansprüche zur real existierenden Nachfrage passen. Die eigene Profilierung erfüllt aber noch einen anderen Zweck: Sie hilft euch dabei, euch von anderen Fotografen abzusetzen. Eure Talente und Interessen machen euch und euer Business nicht nur aus, sie machen euch auch einzigartig. Sie sind euer persönlicher Unique Selling Point (USP), euer herausragendes Leistungsmerkmal. Und sie liefern euch damit den Stoff für das erfolgreiche Storytelling in eigener Sache.

3. Präsentiert euch der Zielgruppe!

Wenn ihr die Grundzutaten der eigenen Marke erarbeitet habt, müsst ihr daraus ein – von außen gesehen – möglichst attraktives „Gesamtpaket“ schnüren. Es geht dabei darum, eure Leistungen, Fähigkeiten und Leidenschaften im besten Licht darzustellen. Der Grundstein dafür ist eine Website, die Interessenten einen Eindruck von eurer Arbeit und eurer Person vermittelt. Aufbauend auf die Website könnt ihr dann die Kommunikationskanäle und Social-Media-Plattformen nutzen, die am besten zu eurem Business passen. Wenn ihr Hochzeiten und Porträts fotografiert, eignen sich beispielsweise Instagram und Facebook. Als Industrie- und Businessfotograf solltet ihr hingegen eher auf Xing und LinkedIn setzen. Darüber hinaus stehen euch alle Wege der persönlichen und direkten Ansprache von potenziellen Kunden offen. Nutzt sie aktiv! Sei es das Netzwerken auf Messen oder die Kontaktpflege mittels Newsletter-Mailings und regelmäßigen Vor-Ort-Besuchen.

4. Bleibt bei der Wahrheit!

Beim Eigenmarketing gehört ein wenig Klappern zum Handwerk. Ihr solltet jedoch nicht übertreiben oder mit falschen Tatsachen blenden. Das Zauberwort lautet Authentizität. Schließlich sollen eure Kunden euch das abkaufen, was ihr tatsächlich leisten könnt. Habt ihr eure Glaubwürdigkeit erst einmal verloren, lässt sie sich nur schwer wiederherstellen.

Verzichtet daher darauf, euch selbst in den höchsten Tönen zu loben oder als Alleskönner darzustellen. Solche überzogenen Selbstdarstellungen sind nicht nur unglaubwürdig, sondern sogar kontraproduktiv. Statt mit Schaumschlägerei solltet ihr mit euren Leistungen beeindrucken. Am besten lasst ihr eure Arbeiten für sich selbst sprechen. So kann sich jeder ein Bild davon machen, was ihr könnt und wo eure Stärken liegen. Auf der „Über mich“-Seite könnt ihr über Schwerpunkte und gesammelte Erfahrungen informieren. Richtet sich das Angebot an Privatkunden, dürft ihr hier ruhig etwas persönlicher werden und auf den Social-Media-Kanälen eine gut gelaunte Ansprache wählen. Aber auch hier gilt: Bitte nicht anbiedern! Wer in seiner Selbstdarstellung als zu sehr von sich überzeugt rüberkommt und auch in der sonstigen Kommunikation immer wieder betont, wie toll die eigenen Arbeiten doch seien, wirkt schnell eingebildet und arrogant.

5. Engagiert euch für andere!

Eine der besten Formen des Eigenmarketings ist übrigens, sich für andere stark zu machen. Die Mitwirkung an gesellschaftlichen Projekten, das Mentoring für jüngere Kollegen oder die Unterstützung von sozialen Initiativen im eigenen Ort kommen immer gut an. Der uneigennützige (Fotografen-)Einsatz kann sich dabei gleich mehrfach für euch auszahlen: Zum einen macht ihr damit auf euch als engagierte Mitbürger aufmerksam, zum anderen macht euch das Engagement als Persönlichkeit interessanter. Darüber hinaus ist es nicht verwerflich, in den eigenen Kommunikationskanälen auf die unterstützten Projekte und eure Beteiligung daran hinzuweisen. Es versteht sich von selbst, dass auch hier die unter Punkt 4 genannten Regeln gelten: Wenn ihr euch nur deswegen engagiert, um auf euch aufmerksam zu machen, wird das nicht funktionieren. Solches Geschäftsgebaren ist einfach respektlos und anmaßend. Deshalb solltet ihr diese Karte nur ziehen, sofern ihr es wirklich ernst meinst und voll hinter den unterstützten Projekten steht.

Falls Eigenmarketing für euch bislang eine vernachlässigte Aufgabe war, dann können diese fünf Schritte dabei helfen, dass Kunden euch in einem neuen Licht sehen. Beherzigt ihr die Tipps, dann wird euch die Gratwanderung zwischen allzu großer Bescheidenheit und allzu viel Eigenlob mit Leichtigkeit gelingen. So wird Selbstvermarktung bald zum routinierten Selbstläufer – und verhilft euch zu mehr Zufriedenheit im Job.

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