Vincent Munier hat sich auf Tier- und Landschaftsfotografie spezialisiert. Geboren wurde er in den Vogesen in Frankreich, seine Liebe zur Fotografie hat er schon früh im Alter von zwölf Jahren entdeckt. In seiner Jugend verbrachte er viel Zeit damit, die Tiere in den Wäldern in seiner Heimat aufzunehmen.

Vincent hat großen Respekt vor der Natur und ist ihr leidenschaftlich verbunden. Er hat Tiere auf der ganzen Welt fotografiert, zu seinen wichtigsten Projekten zählen die Aufnahmen der Polarwölfe auf der kanadischen Ellesmere-Insel sowie der Schwäne und Kraniche auf der japanischen Insel Hokkaido.

Vincent wurde als erster Fotograf dreimal in Folge mit dem jährlich vergebenen Erik Hosking Award als Wildlife Photographer of the Year ausgezeichnet. Seine Bilder werden rund um die Welt in Kunstgalerien ausgestellt und in renommierten Magazinen veröffentlicht. Über Kobalann, seinen im Jahr 2010 gegründeten Verlag, publiziert er unabhängig eigene Fotobücher. In seiner Rolle als Nikon-Ambassador bringt Vincent seinen individuellen Stil zum Ausdruck. Zugleich gibt er aufstrebenden Tierfotografen hilfreiche Einblicke und steht ihnen beratend zur Seite.

Paarungstanz des Mandschurenkranichs, Japan, 2010: Nikon D3S und NIKKOR 600 mm 1:4 | Blende 4 | 1/5.000 s | ISO 320

Kaiserpinguine, Adélieland (Antarktis), 2015: Nikon D4 und NIKKOR 500 mm 1:4 | Blende 4 | 1/800 s | ISO 320

Eisbär und Jungtiere beim Aufstieg, Spitzbergen, 2014: Nikon D4 und NIKKOR 500 mm 1:4 | Blende 4 | 1/5.000 s | ISO 400

Polarwolf, Kanada, 2013: Nikon D4 und NIKKOR 500 mm 1:4 | Blende 4 | 1/2.500 s | ISO 160

Kaiserpinguine, Adélieland (Antarktis), 2015: Nikon D4 und NIKKOR 600 mm 1:4 | Blende 4 | 1/1.250 s | ISO 400

Polarfuchs im Sturm, Kanada, 2009: Nikon D300 und NIKKOR 70–200 mm 1:4 | Blende 4,5 | 1/2.000 s | ISO 200

Silber-Pfeifhase. Dieser endemische Kleinsäuger lebt nur in den Felsen des Hochplateaus. | Nikon D500 + AF-S NIKKOR 800 mm 1:5,6E FL ED VR | 1:5,6 | 1/500s | ISO 500

 

Schneeleopard. Dieses Tier hat mich entdeckt, seinem scharfen Auge entgeht nichts. | Nikon D5 + AF-S NIKKOR 800 mm 1:5,6E FL ED VR | 1:5,6 | 1/1000s | ISO 3600


Vincents Equipment

Ich fotografiere, seit ich zwölf Jahre alt bin. Ich bin in den französischen Vogesen aufgewachsen, wo der Wald praktisch mein Spielplatz war und ich immer von Tieren umgeben gewesen bin. Damals schenkte mir mein Vater meine erste Kamera, eine Nikon FE2. So nahm meine Karriere als Fotograf ihren Anfang. Ich bin der Marke immer treu geblieben und nutze seit mittlerweile 28 Jahren Nikon-Produkte.

Die Nikon D5 ist meine Lieblingskamera. Sie bietet hervorragenden Detailkontrast und einen außergewöhnlich großen Bildbereich.

Die Überblendung in den Hintergrund und ein leises Auslösen sind bei der Tierfotografie besonders wichtig. Der Autofokus ist präzise und schnell und die Kamera ist darüber hinaus auch bei schlechtem Licht perfekt geeignet.

Ich freue mich darauf, künftig mehr mit der Nikon D500 zu arbeiten. Das leichte Gehäuse eignet sich hervorragend für die Tierfotografie, weil es sehr mobil ist und dadurch auch längere Zeit getragen werden kann. Bei Videoformaten wird das 4K-Format unterstützt und es gibt einen Modus zum leisen Auslösen – das macht sie unvergleichlich.

 


Ich bevorzuge große Teleobjektive, weil ich damit aus großen Entfernungen aufnehmen kann, ohne die Tiere zu stören. Die NIKKOR-Objektive mit den Brennweiten 500 mm und 600 mm sind zwei meiner Lieblingsobjektive. Sie vergrößern fantastisch und fangen Motive mit enormer Detailtreue ein. Mithilfe dieser Objektive habe ich Polarwölfe in der Arktis aufgenommen.

AF-S NIKKOR 600 MM 1:4 E FL ED VR

Objektiv entdecken

AF-S NIKKOR 500 MM 1:4 G FD ER

Objektiv entdecken

 


AF-S NIKKOR 800 MM 1:5,6 E FL ED VR

Das hier ist ein weiteres Lieblingsobjektiv von mir. Da es sehr leicht und kompakt ist, eignet es sich ideal für die Tierfotografie. Zudem minimiert der Bildstabilisator Kameraverwacklungen, was insbesondere bei Außenaufnahmen wichtig ist.

Objektiv entdecken


Vincents Foto-Tipps

Kennt eure Motive

Macht euch mit den Tieren vertraut, die ihr fotografieren wollt, und lernt alles über ihre Gewohnheiten und ihre Persönlichkeit. So könnt ihr im entscheidenden Moment abdrücken, wenn ein Vogel seine Beute fängt, und müsst ihm nicht hilflos hinterherblicken. Verbringt viel Zeit in der Aufnahmeumgebung und bleibt geduldig. Wenn ihr die aufzunehmenden Tiere besser versteht, werdet ihr den perfekten Moment nicht verpassen.

werdet eins mit der Umgebung

Achtet darauf, die Tiere nicht zu stören. Greift deshalb auf eine Kamera zurück, die leise auslöst. So könnt ihr besser in die Umgebung eintauchen und natürlichere Aufnahmen von Tieren in ihren heimischen Gefilden machen.

Nutzt die Vorteile der Natur

Die Sonne ist eines der wichtigsten Werkzeuge und sollte entsprechend genutzt werden. Ich nehme am liebsten morgens und abends in der „goldene Stunde“ auf, also kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang. In diesen Zeiträumen sind Tiere meist besonders aktiv und ihr bekommt mehr Gelegenheiten für großartige Aufnahmen.

Habt Geduld

Die Natur ist oft unvorhersehbar und nicht immer auf eurer Seite. Bei der Tierfotografie gehört immer eine Portion Glück dazu. Wie gründlich ihr auch recherchiert habt: Wenn das Tier sich nicht am erwarteten Ort aufhält, könnt ihr es nicht aufnehmen. Aber lasst euch davon nicht aufhalten. Haltet inne, überdenkt eure Perspektive, arbeitet mit dem, was euch für den Moment zur Verfügung steht – oder versucht es morgen noch einmal.


Zeigt

In der Tierfotografie gibt es etliche ungeschriebene Regeln, am wichtigsten ist jedoch der Respekt. Achtet auf ausreichend Abstand und eure Sicherheit und geht nur kalkulierte Risiken ein. Vermeidet die Paarungszeiten und stellt euch nie zwischen ein Muttertier und sein Junges.

Kleine Eule. Diese Spezies ist aufgrund der hohen Anzahl an Kleinsäugern und wenigen Raubtieren recht häufig. | Nikon D5 + AF-S NIKKOR 800 mm 1:5,6E FL ED VR | 1:7,1 | 1/250s | ISO 560

Seid Sorgfältig bei der Auswahl eurer Ausrüstung

Wählt eure Objektive mit Bedacht aus. Überlegt vorab, wie stark ihr das Motiv vergrößern müsst. Je größer die Brennweite, desto stärker der Vergrößerungsbedarf. Nehmt mehrere Objektive mit, da ihr vorher nicht wissen könnt, welches Objektiv in einem unvorhergesehenen Moment am besten geeignet ist.

WHAT'S IN MY BAG

VERWANDTE ARTIKEL

CAPTURE THE JOURNEY: MADAGASKAR

MARSEL VAN OOSTEN

BELL COLLECTIVE: REISE-FOTOGRAFINNEN ZU BESUCH IN DEN VEREINIGTEN ARABISCHEN EMIRATEN MIT DER NIKON Z 6

NEUE ARTIKEL

BRENNWEITEN UND PERSPEKTIVEN MIT JAN VINCENT KLEINE & MARIAN HIRSCHFELD TEIL 2 – #URBANSPORTSVIDEOGRAPHY #CREATEYOURLIGHT

ANDRÉ ALEXANDER MIT DER Z 7 IN JAPAN

INTUITIVE LANDSCHAFTSFOTOGRAFIE MIT DER NIKON Z 6