LIGHTROOM MIT KRISTOF GÖTTLING I: CLEVERER IMPORT

Ihr habt einen erfolgreichen Shooting-Tag hinter euch oder seid gerade von der letzten Foto-Wanderung zurück? Na dann nichts wie ran an die Bildbearbeitung. Schnell, schnell importieren, damit ihr euch zügig an das Feintuning der Bilder machen könnt. Wer so vorgeht, dem entgehen viele nützliche Lightroom-Features, die nicht nur die Bearbeitung, sondern auch die Verwaltung eurer Bilder enorm vereinfachen.

Lightroom-Experte und Nikon Family Fotograf Kristof Göttling zeigt und erklärt euch in vier hilfreichen Tutorials die Wunderwaffen der Adobe-Bildbearbeitungssoftware.

Lightroom – clever importieren

Ein cleverer Bildimport lohnt sich – und das nicht nur für den Moment. Wenn ihr einige Optionen beim Lightroom-Import wahrnehmt, beschleunigt und erleichtert ihr euch auch künftige Datenübertragungen enorm. Alles, was ihr benötigt, sind also einige wenige Minuten für eure perfekte Import-Einstellung.

Die großen Zeitsparer – 4 einfache Schritte für den Lightroom-Bildimport


Vier kleine, simple Schritte – das ist alles, was es braucht. Hier erfahrt ihr, welche Funktionen besonders praktisch sind, wie sie angewendet werden und weitere hilfreiche Tipps. Kamera angeschlossen, Lightroom geöffnet und los geht’s.

In der Import-Ansicht von Lightroom sind euch bestimmt schon die Funktionen in der rechten Spalte des Programm-Bildschirms aufgefallen. Einige wendet ihr bei eurem Import vielleicht auch schon an. Kristof zeigt euch noch einmal die einzelnen Funktionen im Detail und welche Vorteile diese bieten.


Lightroom Dateiverwaltung

1. Dateiverwaltung

In dem Funktionsfeld „Dateiverwaltung“ habt ihr mehrere Möglichkeiten, eure neuen Bilder übersichtlich und sicher zu importieren. Wenn ihr eure Bilder nach dem Importieren direkt bearbeiten möchtet, empfiehlt es sich, die Vorschau-Einstellung 1:1 zu wählen. So bekommt ihr schon einmal eine vorgerenderte Version in voller Größe. Mit dieser Einstellung dauert es beim Import zwar etwas länger, aber ihr spart wesentlich mehr Zeit, wenn ihr im Anschluss bei der Bearbeitung zum Beispiel 100 % in das Bild hineinzoomen oder die Schärfe kontrollieren wollt. Wenn ihr eure Bilder nicht direkt bearbeiten bzw. erst einmal ablegen möchtet, könnt ihr auch mal mit der Einstellung „Minimal“ oder „Standard“ arbeiten – so spart ihr natürlich an Speicherplatz.

Der nächste Schritt ist die smarte Vorschau. Wenn ihr den Haken bei „smarte Vorschau erstellen“ macht, könnt ihr eure Bilder, wenn ihr sie nicht lokal auf einem Computer, sondern auf einem externen System speichert, auch aus der Ferne ohne Verknüpfung zum externen Speicherort nutzbar machen und bearbeiten. Lightroom speichert für euch eine Art verkleinerte RAW-Datei. Das ist besonders praktisch, wenn ihr auf Reisen seid, da ihr von überall auf eure Bilder zugreifen könnt und zusätzlich an Größe spart. Zu Hause verknüpft Lightroom ohne euer Zutun die Bilder wieder mit den Originalen und überträgt die Bearbeitungen.

Im nächsten Schritt setzt ihr am besten einen Haken bei „Mögliche Duplikate nicht importieren“ – so verhindert ihr, dass Bilder, die bereits vorher von euch importiert wurden (z. B. während eines Shootings oder einer Reise als Zwischensicherung), doppelt übertragen werden. 

Eine weitere praktische Funktion – vor allem beim Reisen – ist eine „Zweite Kopie an folgendem Ort anlegen“. So sichert ihr euch die Bilder nicht nur in eurem lokalen Zielordner, sondern zusätzlich mit allen Einstellungen z. B. auch auf einer externen SSD. Hier den Haken zu setzen erfordert keinen großen Zeitaufwand – eine doppelte Sicherungsfunktion auf Knopfdruck sozusagen, die ihr immer mitnehmen könnt.


2. Dateiumbenennung

Der Vorteil von der Dateiumbenennung liegt auf der Hand. Ordnung ist – wie bekannt – das halbe Leben. Das Praktische bei Lightroom ist, dass ihr euch Vorlagen flexibel erstellen könnt, die ihr dann immer beim Import verwenden und nur minimal anpassen müsst (eine Vorlage kann wie folgt aussehen: Datum, Thematik & Originalendung des Bildes, z. B. „20200408_Schneeshooting_mit_moners_DSC_4669.NEF"). Die Vorlagen könnt ihr euch ganz einfach im gleichen Schritt und im Baukastensystem zusammenstellen oder anpassen. Eine Empfehlung bei Dateiumbenennungen: Verwendet immer Unterstriche anstatt Leerzeichen.

3. Während des Importvorgangs anwenden 

Wenn ihr ein Preset habt, welches ihr immer verwendet, könnt ihr es euch mit den „Entwicklungseinstellungen“ besonders leicht machen. Denn in diesem Schritt könnt ihr euer gespeichertes Preset auswählen, welches dann auf jedes Bild beim Import direkt mit angewandt wird. Wenn ihr z. B. für eure Hochzeitsfotografie oder für eure Bilder generell häufig ein bestimmtes Preset verwendet, spart ihr euch hier für die nächsten Schritte in der Bearbeitung enorm viel Zeit. Einfach Preset auswählen und alle eure Bilder haben nach dem Import direkt euren persönlichen Look.

Der nächste Schritt zu eurem Import ist besonders nützlich, wenn ihr professionell fotografiert – es geht um die Metadaten. Copyright, Ersteller- sowie Bilddaten und weitere Infos könnt ihr hier einmalig einstellen und bei jedem Import wieder nutzen. Die Funktion bleibt nämlich für künftige Importvorgänge gespeichert und ausgewählt.

Lightroom Dateiumbenennung

Eine weitere Funktion, die ihr während eures Importvorgangs nutzen könnt, ist das Feld „Stichwörter“. Hier könnt ihr eure Bilder mit bestimmten Schlagworten kennzeichnen, um sie hinterher besser finden oder sortieren zu können. 

In der mobilen Lightroom-Version geschieht die Kennzeichnung bereits komplett automatisch dank Adobe Sensei, einer künstlichen Intelligenz-Applikation.


4. Ziel 

Und zu guter Letzt gibt es dann noch das Ziel – wo soll das Ganze hin? Bei diesem essenziellen Schritt im Lightroom-Bildimport könnt ihr flexibel entscheiden, auf welchem Medium, lokal oder fern, und in welchem Ordner ihr eure Bilder mit den von euch vorgenommenen Import-Einstellungen ablegen wollt. Hier habt ihr auch die Möglichkeit, direkt während des Imports einen Unterordner auf dem Medium eurer Wahl zu erstellen, der dann automatisch mit euren Bildern befüllt wird.

Lightroom-Bildimport Checkliste

Stellt eure Vorschau ein (1:1, Minimal, Eingebettete und Filialdateien oder Standard)

Setzt den Haken bei Smart-Vorschau, wenn ihr eure Bilder auch ohne Verknüpfung zum externen Speicherort aufrufen und bearbeiten möchtet

Legt eine zweite Kopie als Sicherung am Ort eurer Wahl ab

Wenn ihr mögt, fügt eure Bilder einer Sammlung hinzu

Erstellt eine Vorlage zur Dateiumbenennung & wendet sie an

Wählt, wenn gewünscht, häufig verwendete Presets an

Kennzeichnet eure Bilder mit Schlagworten, um sie besser finden und strukturieren zu können

Wählt ein Ziel für den Import aus

Klickt auf „Importieren“

Fertig ist der clevere Bildimport mit Lightroom. Diese paar Schritte sind schneller eingestellt, als es braucht, diesen Artikel zu lesen, und sparen euch nach hinten raus unglaublich viel Zeit. Also probiert es aus und erstellt eure eigenen Import-Vorlagen für einen schnellen und smarten Bildimport.

Schon gewusst?


Einmal eingestellt, immer davon profitieren. Die Einstellungen, die ihr einmalig in den Lightroom Import-Einstellungen durchführt, werden von der Software automatisch gespeichert und bleiben so auch für eure nächsten Importvorgänge bestehen.

Lightroom Bildbearbeitungscoach und Nikon Family Fotograf Kristof Göttling 

„MEINE MISSION IST ES, ANDEREN DURCH MEINE LEIDENSCHAFT ZUR FOTOGRAFIE UND BILDBEARBEITUNG ZU BESSEREN FOTOS ZU VERHELFEN.“ – Kristof

Kristof Göttling ist nicht nur leidenschaftlicher Nikon-Fotograf, sondern seit Jahren der Profi, wenn es um hochwertige Bildbearbeitung geht. In Workshops, Videotrainings und mit ganz viel Hands-on-Mentalität bringt er euch Lightroom-Wissen für Anfänger und Fortgeschrittene nahe und möchte euch damit zu besseren Fotografen machen.

Ihr möchtet mehr von Kristof über Lightroom lernen und mit wenig Aufwand zu tollen Ergebnissen kommen?

Dann werdet ihr bei seinen beiden Videotrainings „Lightroom ist einfach“ (für Einsteiger) so wie „Lightroom like a Boss“ (für Fortgeschrittene) fündig.

Mit dem Code „Nikon“ gibt es sogar noch 20% Rabatt für dich als Nikon-User.

Natürlich ist Kristof auch auf Social Media aktiv. Hier findet ihr die Links zu seinem Instagram-Profil und seinem YouTube-Channel mit vielen weiteren kostenlosen Inhalten.  


KRISTOF

VERWANDTE ARTIKEL

OBJEKTIV-KURS: SPEZIELLE OBJEKTIVE MIT BESONDEREN EIGENSCHAFTEN

BRENNWEITEN UND PERSPEKTIVEN MIT JAN VINCENT KLEINE & MARIAN HIRSCHFELD – #URBANSPORTSPHOTOGRAPHY #CREATEYOURLIGHT

VOLLFORMAT-MASTERCLASS: DSLR ODER SPIEGELLOSE – WELCHE KAMERA PASST ZU WEM?

NEUE ARTIKEL

ANDRÉ ALEXANDER MIT DER Z 7 IN JAPAN

INTUITIVE LANDSCHAFTSFOTOGRAFIE MIT DER NIKON Z 6

OBJEKTIV-KURS: SPEZIELLE OBJEKTIVE MIT BESONDEREN EIGENSCHAFTEN