RICHTIG BLITZEN – ERKLÄRT VON DER NIKON SCHOOL

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Künstliches Licht ist eine der Königsdisziplinen der Fotografie – und Blitzen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, eine, die sehr gute Fotografen ausmacht. Wer Blitze beherrscht, kann zu jeder Zeit und bei jedem Wetter genau die Bilder erschaffen, die er sich vorstellt. Fototrainer Matthias Peil aus der Nikon School hat für euch die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

Sinn von Blitzen

Die Idee eines Blitzes ist es ausdrücklich nicht, wie viele Einsteiger annehmen, einen dunklen Raum ganz hell zu machen. Durch diese Art der Benutzung entstehen flache, eintönig beleuchtete Bilder, rote Augen und viele weitere unerwünschte Effekte. Natürlich ist ein Blitz auch dafür da, fehlendes Licht zu ersetzen – wenn ihr an eure Fotos einen künstlerischen Anspruch habt, solltet ihr differenzierter an die Sache herangehen. So kann es auch Sinn machen, bei helllichtem Tag zu blitzen, etwa um Schatten auszugleichen – eine Technik, die insbesondere Mode und Sportfotografen zu fantastischen Ergebnissen verhilft.

Das SB-5000 ist schnell, zuverlässig und vielseitig und sorgt sowohl bei Außenaufnahmen als auch im Studio für eine herausragende Ausleuchtung.

Blitze richtig nutzen

Grundsätzlich ist gute Blitzfotografie keine schnelle Sache für zwischendurch – auch wenn es bei manchen Profis so aussieht; hier wurde jahre- oder jahr­zehn­te­lang geübt. Lasst euch Zeit und experimentiert auch mal mit der Lichtstärke, mit Farbfolien oder blitzt mal indirekt gegen Wand oder Decke. Fügt der gesamten Szene nicht einfach nur Licht hinzu – besser ist ein dezentes Vorgehen. Findet die Balance zwischen den Lichtquellen und bleibt vorsichtig. Übt euch darin, Licht zu lesen. Je mehr ihr es versteht, desto mehr Spaß werdet ihr am gezielten Blitzen bekommen.

Habt ihr Lust auf das Fotografieren mit Blitz bekommen und wünscht euch noch mehr Infos und Unterstützung von uns? Kein Problem: Die Nikon School bietet an verschiedenen Standorten entsprechende Kurse zum Thema Blitzlicht an.

Was braucht ihr?

Grundsätzlich gilt: Je größer die Lichtquelle, desto weicher ist das Licht. Daher sollte in jeder Kameraausrüstung ein externer Blitz vorhanden sein. Das perfekte Modell ist ein Nikon SB-5000 – das ist der leistungsstärkste Blitz im Nikon-Portfolio und erste Wahl vieler Profi-Fotografen. Tipp: Für noch mehr kreative Freiheit könnt ihr einen Funkauslöser verwenden, dann könnt ihr das Licht beliebig positionieren.

Wer mit etwas weniger Power gut auskommt und keinen Funkauslöser nutzen möchte, findet auch mit dem Nikon SB-700 eine kompakte und starke Alternative.

Unser Blitz-Produktportfolio entdeckt ihr hier.

Wie geht ihr vor?

Zunächst müsst ihr auf zwei Dinge achten: die Lichtrichtung und die Lichtstärke. Schaut im ersten Schritt, woher das natürliche Licht kommt. Dieses Licht könnt ihr verstärken, sodass ein besonders unauffälliger, dezenter Effekt erzielt wird. Alternativ lasst ihr das Licht aus der genau gegenüberliegenden Richtung auf das Motiv fallen. Jetzt wird die Lichtstärke wichtig: Auch hier passt ihr die Intensität des Blitzes an die des Umgebungslichts an, im Klartext: Je dunkler es ist, desto schwächer wird der Blitz eingestellt. So vermeidet ihr, dass das Bild künstlich und überblitzt aussieht und erhaltet dafür lebendige Farben und Lichter im Hintergrund. Bei hellem Tageslicht braucht ihr dagegen viel Blitzpower, damit Schatten wirkungsvoll aufgehellt werden. Neben der Richtung und der Kraft gibt es noch verschiedene Modi, die am Blitz eingestellt werden: Ihr könnt komplett manuell arbeiten und auch den Blitz manuell einstellen, was für höchste Kontrolle sorgt. Alle Nikon-Blitze unterstützen zudem die sogenannte TTL (Through the Lens)-Messung, die den Blitz in die automatische Belichtungsmessung der Kamera mit einbezieht, was komfortabel und schnell funktioniert. Außerdem könnt ihr wählen, ob ihr auf den ersten oder zweiten Verschlussvorhang blitzen wollt. Beim ersten Verschlussvorhang blitzt die Kamera zu Beginn der Belichtung und friert das Motiv direkt ein – eine ideale Standardeinstellung. Im zweiten Fall löst der Blitz erst am Ende der Belichtung aus, was für kreative Bilder von bewegten Objekten geeignet ist. Bei einem fahrenden Auto entstehen so etwa Lichtspuren hinter dem Fahrzeug, da es erst belichtet und erst am Ende der Belichtungszeit geblitzt wird. Dazu kommt die sogenannte HSS-Einstellung, die euren Blitz auch bei extrem kurzen Belichtungszeiten auslöst – ideal für Sportfotografen.

Das übersichtliche Display ermöglicht eine große, leicht lesbare Anzeige der Aufnahmeinformationen. Mit dem Multifunktionsrad und der i-Taste erhaltet ihr schnell Zugriff auf häufig verwendete oder personalisierte Funktionen.

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