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Montag, 09. Oktober 2017

Jubiläumsserie zum 100-jährigen Bestehen von Nikon: Atemberaubende Tiergeschichten (Teil 3)

Im Mittelpunkt unseres letzten 100 Jahre Magazinartikels standen einige der schönsten menschlichen Augenblicke, festgehalten von Nikon-Berufs- und Hobbyfotografen sowie von Nikon-Ambassadoren aus der ganzen Welt. In dieser Ausgabe der besten Nikon-Geschichten präsentieren wir eine Auswahl der atemberaubendsten Tieraufnahmen in freier Wildbahn. Von Wölfen, über Haien und Bären bis hin zu Pygmäen-Teufelsrochen – schaut euch diese faszinierenden Bilder an! Alle eingefangen mit einer Nikon.

1.  Vincent Munier – Liegender Polarwolf

Wir starten unsere Serie der Wildtieraufnahmen mit einem Foto des europäischen Nikon-Ambassadors Vincent Munier, der das Glück hatte, auf der kanadischen Insel Ellesmere den scheuen Polarwolf vor die Linse zu bekommen. Dieses großartige Foto entstand wenige Minuten, nachdem ein neunköpfiges Wolfsrudel begonnen hatte, ihn zu umkreisen – nach Vincents eigenen Worten einer der atemberaubendsten Momente seines Lebens.

D4 + AF-S NIKKOR 500mm F/4G ED VR, © Vincent Munier, Canada

2. David Bittner – Das verspielte Bärenjunge

Das nächste Foto war ein absoluter Glücksfall. Über viele Jahre hatte der Fotograf David Bittner einen Bären, Baloo genannt, beobachtet. Eines Tages stellte er seine D800E an der Stelle auf, wo Baloo gern auf Lachsfang ging. Während Baloo in einiger Entfernung schlief, tauchte plötzlich ein Muttertier mit ihren beiden Jungen auf. Bittner hatte noch nie erlebt, dass sich ein Bär für eine ferngesteuerte Kamera interessierte. Aber dieses Bärenjunge inspizierte das Gerät, nahm es auf und spielte mit dem Verbindungskabel zwischen Kamera und Fernauslöser. Anfangs völlig begeistert, schoss Bittner ein Foto nach dem anderen. Doch schnell wurde ihm klar, dass er seine Ausrüstung schützen musste. Sein Versuch, das Junge zu erschrecken, ohne das Muttertier auf sich aufmerksam zu machen, war schwieriger als zunächst gedacht. Er zog den Schluss, dass es das Beste sei, die weitere Entwicklung aus sicherer Entfernung zu beobachten und zu fotografieren – was zu diesem fantastischen Foto führte. Bittner beschrieb es so: „Ich konnte zwar meine Ausrüstung nicht retten. Doch die Begegnung mit der Bärenfamilie und die daraus entstandenen Fotos sind unvergesslich in meinem Gedächtnis.

DS4 + AF-S NIKKOR 400mm f/2.8G ED VR, © David Bittner

3. Florian Schulz – Flug der Rochen

Diese beeindruckende Luftaufnahme eines riesigen Schwarms von Pygmäen-Teufelsrochen entstand über dem Golf von Kalifornien vor Baja California in Mexiko. Man kann häufiger beobachten, wie diese kleinen Verwandten des Manta-Rochens Salto schlagend aus dem Wasser springen. Wegen der Art, wie sie anschließend wieder auf dem Wasser aufschlagen, werden sie von den Einheimischen „Tortillas“ genannt. Fotograf Florian Schulz kommentiert: „Als ich diese Naturerscheinung das erste Mal sah, wusste ich erst nicht, was ich da vor Augen hatte. Die Zahl der Rochen dort ließ sich kaum schätzen.” Das Bild zeigt gerade einmal ein Viertel der gesamten Szene. Schulz schnitt das Bild zu, um die enorme Konzentration an Rochen noch mehr zu verdeutlichen. Niemand weiß, warum sich die Rochen auf diese Weise versammeln – ob zur Paarung, Jagd, Wanderung oder einfach nur aus purer Freude am Versammeln.

D3X + AF-S NIKKOR 200–400mm f/4G ED VR, © Florian Schulz, Mexico

4. Stefan Warter – Fuchs in Berlin

Das nächste Foto ist die beeindruckende Aufnahme eines Fuchses mitten in Berlin. Es entstand, als Fotograf Stefan Warter gerade Fotos für eine Autowerbung machte. Als die Caterer das Auto entluden, um das Essen vorzubereiten, entdeckte Warter einen Fuchs, der die Nase schnüffelnd in Richtung Büffet reckte. Warter erinnert sich: „Außer mir hatte den Fuchs zuerst keiner gesehen. Glücklicherweise hatte ich außer der D810, die bereits auf dem Stativ montiert war, noch eine D5 griffbereit im Kofferraum. Ich ging um das Auto herum, um das Tier nicht zu verschrecken. Um 4:30 Uhr morgens war das Licht immer noch schwach. Ich ging in Position, stellte den AF-Startpunkt auf unten links und drückte bei Stummschaltung auf den Auslöser. In dem Moment rief jemand aus dem Team: 'Guck mal, ein Fuchs!' – und weg war er. Ich hatte nur die eine Aufnahme, sonst nichts. Aber das eine Foto war gestochen scharf, gut und so wundervoll atmosphärisch.” Die Aufnahme zeigt, dass man immer eine Kamera in Bereitschaft halten sollte – manchmal braucht man für brillante Fotos einfach Glück.

D5 + AF-S NIKKOR 70–200mm f/2.8G ED VR II, © Stefan Warter, Germany

5. Steve Lichtag – The Great White

Während der Filmaufnahmen für „Mythen über den Großen Weißen“ im Jahr 2000 war Steve Lichtag bereits auf dem Meer und wartete dort auf den Hauptdarsteller. Er erzählt: „Während wir warteten, kletterte ein Kameramann in den Sicherheitskäfig unseres Schiffes, um sich aufs Filmen vorzubereiten und spielte dabei aus reiner Neugier mit seiner neuen F70. Plötzlich rief jemand 'Weißer Hai Steuerbord!' Ich drehte mich um, stellte das Objektiv auf 40 cm scharf und beugte mich über die Reling. Der Hai schoss wie eine Rakete an die Oberfläche, direkt auf mich zu. Wasser sprühte von allen Seiten, als der Hai wie ein Torpedo hochschoss und meinen Kopf nur um wenige Zentimeter verfehlte.” Lichtag konnte nur noch eines tun: die Nikon direkt in das offene Maul des Hais halten und auf den Auslöser drücken.

F70, © Steve Lichtag

Die Suche nach den besten Storys aus der 100-jährigen Geschichte von Nikon erwies sich als eine Mammutaufgabe und eine großartige Erfahrung. Wir sind auf so viele wunderbare, inspirierende und bewegende Geschichten und Momente gestoßen, dass es kaum möglich ist, sich auf eine Auswahl festzulegen. Aber wir hoffen trotzdem, dass euch die Ergebnisse gefallen, die wir in den kommenden Wochen präsentieren werden: Bleibt dran, wenn wir weitere unglaubliche Momente aus der Geschichte von Nikon zeigen!

 
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