Dienstag, 12. Juni 2018

Capture The Journey: Island

Ungezähmte Wildnis

Island zeigt sich mit einer einzigartigen, dramatischen Landschaft. Die Insel bietet aber auch betörende Naturszenen. Kurz gesagt: Island ist einfach atemberaubend.

Es ist Islands wilde, unberührte Landschaft, die es zu einem der fotogensten Orte der Welt macht. Folgt Craig Howes, Profi-Fotograf, und Eleanor Cording-Booth auf einer Reise über diese sagenhafte Insel und lasst euch verzaubern. Die Szenerie lässt bestimmt jedes Fotografenherz höherschlagen.

Reynisfjara

Nach einem frühen Flug von London startet die Reise ins sagenumwobene Island. Als erstes fuhren die beiden direkt zu den schwarzen vulkanischen Stränden Viks, um die einzigartigen, kontrastierenden Farben dieses mystischen Ortes einzufangen. In der gleichen Gegend befindet sich die berühmte Halbinsel Dyrhólaey – ein natürlicher Felsbogen, der ins Meer ragt. Bei Sonnenuntergang geht dieser ein faszinierendes Spiel mit dem riesigen, dunklen Ozean und dem besonderen Licht ein. Als sie ankamen, war der Himmel grau und der Wind blies hoch oben auf den steilen Klippen. Beste Voraussetzungen, um Islands wunderschön düstere Farbpalette zu fotografieren.

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Schwarzer Sand

Dieses Foto sollte die Strukturen und die Tiefen der verschiedenen Schwarz- und Grautöne klar herausstellen, also konzentrierte sich Eleanor auf diese kleine Felswölbung, wo der pechschwarze Sand auf die Felsklippen trifft. Die schroffen Felsen, deren Farbe an verkohltes Holz erinnert, verleihen den Eindruck, sich auf einem anderen Planeten zu befinden. Um das monochrome Bild aufzulockern, schlug Craig vor, den grünen Hügel noch mit ins Bild zunehmen – die sich dadurch ergebende Struktur und der knallige Farbakzent geben dem Bild mehr Tiefe und Kontrast.

Der Leuchtturm von Dyrhólaey

Oben auf der Klippe erwartete sie ein Leuchtturm in der Ferne. Craig bemerkte sofort den richtigen Spot, um auch den Strand mit auf der Aufnahme zu verweigen. Diese neue Perspektive vermittelt die Illusion, dass der Strand beinahe unendlich ist – soweit das Auge reicht.

Im zweiten Bild (unten) fehlte leider etwas, das das Größenverhältnis illustriert. Der Dyrhólaey-Bogen (übersetzt Türlochinsel) ist ausgesprochen riesig. Gäbe es eine Chance die Aufnahme zu wiederholen, würde wahrscheinlich mehr Entfernung zum Dyrhólaey-Bogen auch mehr Licht durch den Bogen fallen lassen. Aber auch in dieser Perspektive hat das Bild etwas Wildes und Unnahbares.

Skógafoss

Auf der Suche nach den Wasserfällen führte sie die Reise gen Süden. Wasserfeste Kleidung war dabei unerlässlich, als sie zum Skógafoss aufbrachen – einem der größten und berühmtesten Wasserfälle Islands. Nach einer kleinen Kaffeepause durchbrach plötzlich ein goldener Sonnenaufgang den mittlerweile vertraut grauen Himmel und eine Kurve weiter bot sich erneut ein seltener Anblick …

Wie im Fluge

Die meisten Fotos von Skógafoss sind von unten aufgenommen und zeigen den gigantischen Wasserfall in seiner Gesamtheit. Craigs Idee war aber, vielleicht mal einen anderen und interessanteren Winkel zu wählen. Deshalb stiegen die zwei also die Stufen hinauf und wählten auf halbem Weg einen etwas versteckten Platz am Rand. Von hier aus wirkte der Wasserfall am dramatischsten. Vögel glitten herab und die Gischt erfüllte die Leere in der Tiefe mit dichtem Nebel.

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Das Haus am Felsen

Kurz bevor sie die Wasserfälle erreichten, fanden sie diesen kleinen romantischen Unterschlupf. Da er wie eine wunderliche Hobbithöhle aussah, war das eine willkommene Gelegenheit für ein paar Fotos. Die spitze Form des Felsens im Hintergrund machte dieses Motiv besonders interessant. Das Großartige an Island ist, dass skurrile Sehenswürdigkeiten wie diese überall zu finden sind – wenn Du bereit bist, kurz aus dem Auto auszusteigen und nach ihnen zu suchen.

Geheime Wasserfälle

Rechts vom Skógafoss, vorbei am Freilichtmuseum Skógar (das einen Besuch wert ist und einige coole Torfhäuser als Fotomotiv bietet), gibt es einen geheimen Wasserfall, dem man sehr nahekommen und den man sogar umlaufen kann. Dieses Foto ist auf genau diesem wunderschönen Weg dorthin aufgenommen. Ein Weitwinkelobjektiv bewirkt hier Wunder.

Von Craig Howes - Nikon D850, AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

Von Craig Howes - Nikon D850, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Hinter dem Wasserfall

Da die Höhle hinter dem Wasserfall nicht tief ist, war ein Weitwinkelobjektiv ein Muss und um die Ränder der Höhle mit ins Bild zu bekommen, empfahl sich ein 14–24-mm-Zoom. Die Belichtung ist hier der entscheidende Faktor, wenn Du ein helles Motiv mit dunklem Vordergrund kombinierst. Mach zur Sicherheit mehrere Aufnahmen oder nutze die Bracketing-Funktion. Und eine Person im Bild verleiht der Naturaufnahme ein Gefühl des Maßstabes und erhöht in vielen Fällen das Interesse des Betrachters.

Skógafoss

Anstatt den gesamten Wasserfall ins Bild zu fassen, entschieden sie sich, ihn mit den Felsen einzurahmen – mit einem Tupfer grünen Grases, das mit den blauen Tönen kontrastiert. Erneut kam auch hier bewußt eine Person ins Motiv, um ein Gefühl für die Größenverhältnisse zu vermitteln. Mit der kurzen Belichtungszeit entfaltet sich die Dynamik des fallenden Wassers noch stärker.

Pferde & Berge

Ach, Islands Wetter mit all seinem Grau … Nachdem sie um 5 Uhr aufgestanden waren, vereitelte ein Regenschauer den Plan, den Sonnenaufgang zu fotografieren. So wanderten sie eher planlos durch die nähere Umgebung. Zwei freundliche Islandpferde, die Berge dahinter und schimmernde Bäche, die alles wie Seidenfäden durchwebten, waren die Belohnung. Und während ihrer Wanderung begegneten sie stundenlang keiner Menschenseele. Was für ein absoluter Luxus.

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-P DX NIKKOR 70–300 mm 1:4,5–6,3G ED VR

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-P DX NIKKOR 70–300 mm 1:4,5–6,3G ED VR

Bizarre Formen

Beim Einsatz des Teleobjektives fiel dann der Nebel auf, der sich als dicke weiße Decke über die Hügel legte - ohne die Felsschlucht zu erreichen. Craig glich die Belichtung so aus, dass sowohl die stimmungsvollen dunklen Töne der Landschaft als auch der gespenstische blasse Nebel perfekt zur Geltung kommen konnten. Mit einer Belichtungszeit von einer 1/500-Sekunde und Blende 4,8 entstand dieses Bild.

Das rote Haus

Inmitten dieser monoton schwarz-grünen Hügellandschaft, stand dieses rote Haus. Stolz erhebt sich dieser Farbtupfer und lädt richtig dazu ein, fotografiert zu werden. Zufall? Der starke Kontrast des Rot zu den grünen Hügeln zieht den Blick des Betrachters unweigerlich auf sich.

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-P DX NIKKOR 70–300 mm 1:4,5–6,3G ED VR

Von Craig Howes - Nikon D850, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Kontrast-Reich

Dieses Licht! Das Spiel aus dunklen Bergen, zusammen mit dem dramatischen Himmel und diesem silbrigen Sonnenlicht, das sich durch die Gipfel streckt erwecken Lust auf und Erinnerung an vergangene Urlaube. Wenn etwas den isländischen Wetterwechsel einfangen kann, dann dieses Bild. Das Telezoom arbeitet die Details der Berggipfel wunderschön heraus.

Kamerascheu

Tiere sind immer ein faszinierendes Motiv und diese Ponys sieht man auf Island einfach immer wieder – es lohnt sich also, anzuhalten und ein paar Fotos zu machen. Wichtig sind aber nicht nur die Pferde, sondern auch der perfekte Hintergrund, wie zum Beispiel Berge. Auch ein Perspektivwechsel, etwa vom Boden nach oben oder sogar liegend fotografiert, ergibt ein gutes Motiv - und es beruhigt die Tiere beim Fotoshoot. Für diese Nahaufnahme war ein Weitwinkelobjektiv (AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR) genau die richtige Wahl, da Perspektive und Verzeichnung der Ränder das Hauptmotiv betonen – zum Beispiel das lange Gesicht eines Pferdes.

Jökulsárlón Lagune

Um 2 Uhr morgens aufzustehen ist eine echte Herausforderung – aber lohnenswert, um die atemberaubende Landschaft der Gletscherlagune Jökulsárlón einzufangen. Dreieinhalb Stunden ging es in strömendem Regen durch pechschwarze Dunkelheit. Angekommen, zeigte sich ein surreales Erlebnis: Blassblaue Eisblöcke in dieser ruhigen Lagune. Von der Seite kam Wind, der alles in einen Wasserschleier hüllte und bis auf die Knochen durchnässte. Es war nicht einmal ersichtlicht, wo der Himmel endete und das Wasser begann. Aber das war alles egal, denn es fühlte sich an, als wäre man auf einem anderen Planeten.

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Von Eleanor Cording-Booth - Nikon D7500, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Eisberge

Auch dieses Foto sieht eher aus, als sei es vielleicht auf dem Mond aufgenommen worden. Dabei ist Island nur einen kurzen Flug entfernt ist. Zwischen den Eisbergen schwammen Robben, der Blick änderte sich ständig, da sich das Eis bewegte. Der Regen war unerbittlich – glücklicherweise mussten sich die zwei um ihre Nikon keine Sorgen machen, und konnten sich stattdessen auf die Motivsuche konzentrieren.

Den Elementen trotzen

Das war das einzige Mal, dass der Blitz auf der Reise zum Einsatz kam - eher unabsichtlich. Ein klein wenig ist es am hellen Fleck auf der Jacke zu erkennen. Doch die Farbe wirken so satt und der Regen so dynamisch, wie er über die Jacke fließt – wer würde jetzt nicht auch gerne im Regen auf dieser Insel stehen wollen?!

Von Craig Howes - Nikon D850, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Von Craig Howes - Nikon D850, AF-S DX NIKKOR 18–105 mm 1:3,5–5,6G ED VR

Entdecker

Dieser Ort versetzte die beiden einfach nur in Staunen. Die Farben wirken an einem wolkenverhangenen Tag wie diesem irgendwie verblasst. Und das dominante Blau gibt der gesamten Szene auch noch einen leichten Farbstich. Aber das auffällig gelbe Motiv hilft dabei, einen Kontrast gegen das Blau der Lagune zu setzen. Und durch den Kniff, ein Drittel des Bildes im Schnappschussstil mit dem Strand und Eleanor im gelben Regenmantel zufüllen, bekam das Bild den Kontrast, der ihm sonst gefehlt hätte.

Eisskulpturen

Diese Lagune bot eine absolut unglaubliche Spielfläche. Der visuelle Eindruck der Eisberge, von roher Felsfläche bis zu geschliffenem Kristall, wirkte vor dem dramatischen Hintergrund des Himmels absolut grandios. Die Auswahl der Belichtungszeit ist ebenso entscheidend, wie die Auswahl des Motivs: Möglichst viele unterschiedliche Oberflächen und Farben im Bild zu haben erhöht die Chance auf ein fantastisches Bild. Am besten abdrücken, sobald Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen und das Eis beleuchten.

Nordlichter

Es sollte eine ruhige Nacht werden, mit Drinks am Feuer. Immerhin hatte der Tag schon um 2 Uhr morgens begonnen. Doch dann entdeckten die zwei die Nordlichter am Himmel. Traumhaft schöne grüne Lichtbänder tanzten über den Himmel. Hektisch sammelten die zwei ihre Kameras und Stative zusammen, sprangen ins Auto und fuhren zu einem verlassenen Bauernhof, an dem sie die beste Position vermuteten. Dort draußen, mitten in der Nacht und bei klirrender Kälte filmten sie eine Stunde lang atemberaubende Zeitrafferaufnahmen des Polarlichts. Das satte Grün erhellte den Himmel fast noch dramatischer als es für das bloße Auge wirkte.

Smaragd-Himmel

Der heilige Gral jeder Foto-Reise nach Island: Um eine gute Aufnahme des Himmels zu garantieren, braucht man ein gutes Stativ und ein lichtstarkes Objektiv. Eine große Blendenöffnung von 2,8 oder größer stellt sicher, dass dieses Lichtspektakel hell genug und rauscharm festgehalten wird. Das Haus im Vordergrund verhilft dem Bild zu Tiefe.

Von Craig Howes - Nikon D850, AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

TIPPS VON CRAIG

Das ist meine Checkliste für euer Island-Abenteuer:

  • Wasserfeste Kleidung
  • Gute Bergausrüstung/Wanderschuhe
  • Eine gute Kamera
  • Plastiktüten und Gummibänder gegen den Regen und bei Wasserfällen als Schutz für die Kamera

Jetzt, wo wir das Wetter im Griff haben, empfehle ich folgende Objektive:

Die 2,8er Lichtstärke ist streng genommen nicht unbedingt notwendig, aber bei schlechteren Lichtverhältnissen z.B. in Höhlen oder um die Nordlichter einzufangen, ist sie eine große Hilfe.

Weitere Objektiv-Inspirationen für Reise- & Landschaftsfotografie könnt ihr hier entdecken:

Objektive

Die meisten der populären Orte in Island sind sehr gut besucht, deshalb empfehle ich vor Sonnenaufgang dort zu sein. Orte, die nicht in jedem Reiseführer als Highlights angepriesen werden, können manchmal die interessanteren für Fotoaufnahmen sein. Machen Sie sich bereit, die Insel zu erkunden, mit einem Geländewagen macht es noch mehr Spaß. Einfach immer die Augen offenhalten, dann entdecken Sie unvergessliche Motive wie von selbst.

Plane Deinen eigenen Trip nach Island

Es gibt viele Gründe, Island in sein Herz zu schließen: Die abgelegene Insel, die an den Polarkreis grenzt, bietet eine vielfältige, packende Variation an einmaligen Erlebnissen und strahlt vor allem Weite und Ruhe aus. Die liebenswert zurückhaltende Hauptstadt Reykjavik, im Kontrast zu den äußerst betörenden Naturkulissen, die dampfenden Lavafelder und die beeindruckenden Gletscher – das sollte man sich nicht entgehen lassen. Erlebe spannende Abenteuer und entdecke Island – aber vergiss Deine Kamera nicht. Du wirst garantiert unzählige schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen wollen.

In die Abgeschiedenheit - Einfach mal durchatmen und die Ruhe genieße

Ein Land, in dem die Erde Rauchwolken aufwirbelt, Vulkane neben dicken Eisschichten Lava speien und Wasserfälle ins Bodenlose verschwinden, ist absolut eine Reise wert, ja sogar ein Muss. Jeder Besucher wird freudig staunend noch lange von den Abenteuern zehren.

Verzaubernde Geschichten

Mythen, Aberglaube und Folklore stehen im Mittelpunkt der isländischen Kultur und literarischen Tradition. Ein Land, das zum Schutz der Elfen Straßen verlegt und in dem fantastische Felsformationen tatsächlich von der Sonne zu Stein verwandelte Trolle sind, ist nicht nur sagenumwoben und mystisch, sondern einfach besonders. Die Geschichten Islands sind nobelpreisverdächtig – und auf der ganzen Welt geliebt und verehrt.

Reykjavik

Die Hauptstadt ist zwar im Vergleich zu anderen europäischen Städten winzig, aber ihr Charme und ihr kosmopolitisches Flair machen sie zur ernsthaften Konkurrenz für Städte wie Rom, London oder Oslo. Bunte Straßenzüge, herrliche kleine Cafés und beliebte Restaurants – die abends Feinschmecker anziehen und mit verlockenden Gerichten erneut beweisen, dass man es hier mit anderen Städten aufnehmen kann – machen die Hauptsadt der Insel zum Hotspot. Frisch gezapftes Bier oder außergewöhnliche Cocktails? Am besten beides, um dann ins Nachtleben einzutauchen. Aber auch kulturell gibt es hier einiges zu entdecken, von Wikinger-Schiffen bis zu kleinen Galerien und erstaunlicher Architektur sowie der Möglichkeit mit Einheimischen bei einem Bad im Rooftop-Whirlpool über das Leben zu philpsophieren, während die Sonne langsam in der wilden See versinkt.

Kolaportið Flohmarkt

Islands einziger Flohmarkt ist der beste Ort, um fantastische Schätze zu sammeln. Von Vintage-Spielzeug bis hin zu einer großen Auswahl an Büchern: Schnäppchenjäger-Instinkte aktivieren und los geht es. Auch die Gaumenfreuden kommen nicht zu kurz und vielleicht bist Du doch mutig genug, einmal fermentierten Haifisch- oder Schafskopf zu probieren? Nicht verpassen: Isländisches Roggenbrot, das mit Erdwärme gebacken wird.

Bæjarins Beztu Hot Dog Stand

Ja, richtig gelesen: Hot Dogs – aber nicht irgendwelche, sondern die besten Europas, da sind sich die Isländer einig. Eine klare Empfehlung ist die Lammwurst, die auch Berühmtheiten wie Bill Clinton als absolutes Muss empfinden. Eben eine echte Island-Spezialität.

Fine Dining

In Reykjavik gibt es keinen Mangel an exquisiten Restaurants, aber einige Namen tauchen immer wieder bei den Profis auf: Zum Beispiel das Dill – das erste Restaurant auf der Insel, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Klassische gehobene Küche gibt es im seit 1965 geöffneten Gallery Restaurant, für exquisite Meeresfrüchte und Loungekomfort besucht man am besten im Fiskfelagid . Es gibt viel zu entdecken, also nichts wie auf den Weg in die Stadt, um die Feinschmeckerreise zu beginnen.

Mokka Kaffi

Isländer lieben Kaffee und seine Kultur ist ihnen äußerst wichtig – wahrscheinlich aufgrund des eisigen Wetters und des verlockenden Aromas frisch gemahlener Bohnen. Alles begann hier, in diesem Café, das gleichzeitig eine der ältesten Espressobars Islands ist. Unverändert gibt es hier seit 1958 köstlichen Kaffee mit Waffeln.

Laugavegur

Auf dieser Straße findet man einen eklektischen Mix angesagter Designer mit einzigartig isländischem Stil. Die vielen kleinen bunten Boutiquen, Cafés und Bars ziehen Fashionistas aus der ganzen Welt an. Besonders Kiosk ist empfehlenswert, eine tolle Kooperation von acht Designern. Besuche außerdem Spúútnik für Vintage-Mode sowie Hrím für außergewöhnliche Haushaltswaren.

Hallgrímskirkja

Die Hallgrímskirkja ist ein architektonisches Wunderwerk und thront als expressionistischer Monolith über der Stadt. Eine wahre Ode an die Spiritualität in Island. Die kleine Eintrittsgebühr lohnt sich alleine schon, um zu dem geschützten Aussichtspunkt in der Turmspitze zu gelangen, der dann einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadt und die umliegenden Berge bietet.

Golden Circle

Bei einem enggestrickten Zeitplan ist eine Golden-Circle-Tour der beste Weg, um die dramatische Landschaft und spektakuläre Naturereignisse zu sehen - das alles ist nur eine kurze Fahrt von Reykjavik entfernt. Die Golden-Circle-Tour umfasst eine vielfältige und unvergessliche Sammlung an erstaunlichen Naturwundern und komplettiert jeden Aufenthalt in Reykjavik. Es gibt eine Vielzahl von Reiseveranstaltern, die diesen Service anbieten – oder man mietet sich  ein Auto und erkundet diese rätselhafte Landschaft auf eigene Faust. Obwohl es so viel zu sehen gibt, kann die Tour an einem Tag durchgeführt werden.

Þingvellir

Der erste Nationalpark Islands besticht durch sagenhafte Landschaften, wo die eurasischen und amerikanischen tektonischen Erdplatten tiefe Spalten bilden, die von wilden Flüssen und tosenden Wasserfällen durchzogen sind. Die Wikinger gründeten hier im Jahr 930 n.Chr. das erste demokratische Parlament der Welt, die Alþingi und nutzten den akustischen Vorteil der hoch aufragenden Felsen als natürliche Verstärker für ihre hallenden Reden.

Geysir

Bei einer der Topattraktionen Islands raucht die Erde wild, bevor sie riesige Schwaden aus schwefelhaltigem Wasser ausstößt. Erkunde den Großen Geysir und seine surreale Landschaft. Der Strokkur gleich in der Nähe bricht übrigens ca. alle 8 Minuten aus und ist einen Abstecher wert.

Gullfoss

Islands Wasserfälle sollten ebenfalls auf der Liste stehen. Der gigantische Gullfoss ist einer der inspirierendsten – ein faszinierender Schleier aus wildem Wasser scheint in eine bodenlose Erdspalte zu stürzen und wirbelt dabei einen undurchdringlichen Nebel in die Luft. Der Anblick ist atemberaubend und lässt sicher niemanden kalt.

Kerið

Verliere dich im Technicolor-Wunder dieses vulkanischen Ortes: Helle Grüntöne kontrastieren mit blutroten Schattierungen und der uralte Krater ist mit dunklen Wassern gefüllt. Hier lassen sich mühelos unzählig viele gute Motive finden.

Secret Lagoon

Dieser abgelegene Ort ist eine wahre Idylle, ideal um die Muskeln in den warmen Gewässern der heißen Quelle zu entspannen. Ursprünglich als erstes öffentliches Schwimmbad im Jahr 1897 erbaut, lag es ab 1948 bis zu einer kürzlichen Restaurierung still. Ein perfekter Stop für jede Golden-Circle-Tour.

Hveragerði

Mach eine Wanderung auf dem Hveragerði-Pfad durch eine Landschaft, die unter geothermischem Druck geradezu stöhnt und raucht. Nach der Wanderung kannst Du in den warmen Quellen relaxen und dabei mit Einheimischen ins Plaudern kommen.

Das geheimnisvolle Hinterland

Island ist perfekt für abenteuerliche Erkundungstouren – stürz Dich ins Hinterland, um surreale Vulkanlandschaften und schroffe Berge zu besichtigen, die kaskadenartige Wasserfälle beheimaten. Zum Glück haben die Isländer ein riesiges, ausgebautes Straßennetz, das die weiten Teile der Insel miteinander verbindet. Die Ringstraße bietet Zugang zu einer Vielzahl atemberaubender Sehenswürdigkeiten. Entdecke dampfende Landschaften wie aus einem Science-Fiction-Film, dramatische Küsten mit pechschwarzem Sand und mit etwas Glück smaragdgrüne Nordlichter.

Nordlichter

Von September bis April gibt der dunkle Winterhimmel Islands die Nordlichter frei. Am besten kann man sie außerhalb der Städte bewundern.

Westfjorde

Die Westfjorde sind weniger touristisch und markieren quasi das Ende des Landes bevor es in das tosende Meer abfällt. Das Wandergebiet Hornstrandir bietet herrliche Ausblicke entlang der Küste und durch einsame, traditionelle Dörfer. Lass Dir die großen Dynjandi-Fälle nicht entgehen, die zu den schönsten Islands zählen.

Jökulsárlón

Das ätherische Blau des Eises steht hier im Kontrast zum schwarzen Sand des Strandes und macht diesen Ort zu einem faszinierenden Abenteuer. Tipp: Mach eine Bootstour, um in die Nähe der größeren Eisberge zu gelangen.

Skaftafell

Das Wildnisgebiet Skaftafell liegt inmitten des Vatnajökull-Nationalpark und bietet einige wahrhaft erstaunliche Sehenswürdigkeiten. Flusstäler und gewaltige Gletscher schlängeln sich durch die Landschaft. Fahre zum Svartifoss, einem spektakulären Wasserfall, der von ungewöhnlichen geometrischen Gesteinen eingerahmt wird, bevor Du die prächtigen Eishöhlen erkundest, in denen das Licht durch die Eisdecke bricht und einen elektrisch-blauen Farbton bildet.

Reynisfjara

Der herrliche schwarze Sandstrand von Reynisfjara ist ein weiterer einzigartiger Schatz aus Islands inspirierendem Repertoire. Ein wahrer Hotspot für tolle Fotos.

Krafla

Diese großartige vulkanische Landschaft mit ihrem azurblauen, natürlichen Pool in einer Caldera bietet einen Anblick wie aus einer anderen Welt. Intensives Orange und Scharlachrot, unterbrochen von blubbernden weißen Rauchströmen erinnert mehr an den Mars, statt an die Erde, allerdings ist der starke Schwefelgeruch nicht jedermanns Ding ...

Fazit

Unsere vier Tage in Island endeten viel zu schnell und das Wetter hat uns auf Herz und Nieren geprüft. Aber dafür wurden wir mit einigen der unglaublichsten und dramatischsten Landschaften belohnt. Die Tipps und Tricks, die ich während der Arbeit mit der Nikon D7500 gelernt habe, haben mich mit einem neu gefundenen Selbstvertrauen in Sachen Fotografieren beschenkt. Diese Erfahrung wird meine künftigen Reise beeinflussen: Ich gehe nicht mehr ohne meine Kamera los und ich werde mir Zeit nehmen, meine Aufnahmen im Voraus zu planen.

Hat Euch auch das Reisefieber gepackt? Dann gibt es jetzt kein Halten mehr: gewinnt ein Foto-Abenteuer inklusive Nikon-Kameraausrüstung. Mit der Nikon D7500 im Kit mit dem kompakten Zoomobjektiv AF-S DX NIKKOR 18–140 mm 1:3,5–5,6 G ED VR und einem Reisegutschein im Wert von 1.000€ von Secret Escapes, könnt ihr unvergessliche Abenteuer erleben und die besonderen Momente für immer festhalten - es gibt so viel zu entdecken!

 
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