Dienstag, 14. Mai 2019

Die Nikon D850 im Handgepäck: Roadtrip durch Island

Uli Cremerius arbeitet neben seinem Studium als freiberuflicher Fotograf in Bonn. Bereits im Alter von 15 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für die Fotografie. Seit vier Jahren konzentriert sich Uli insbesondere auf die Reise- und Landschaftsfotografie. Sofern er nicht im Hörsaal sitzt, nutzt er seine Freizeit um neue Orte zu entdecken und die Schönheit der Natur mit seiner Kamera abzulichten.

Mitte letzten Jahres zog es ihn erneut ins wundervolle Island - und dies wird nicht sein letzter Besuch auf der schönen Insel bleiben.

D850 & AF-S NIKKOR 28 mm 1:1,4 E ED

Nachdem ich bereits 2017 Zeuge und Teil des Tourismusbooms werden durfte, führte auch im letzten Jahr kein Weg an der spektakulärsten Landschaft Europas vorbei. Aus der Sicht eines Fotografen, ließ die erste Reise nach Island wettertechnisch jedoch zu wünschen übrig. Elf Tage lang durchquerte ich zusammen mit zwei Freunden die endlos langen Straßen der Insel.

Neun davon verbrachten wir tagsüber unter strahlend blauem Himmel und waren im August für das magische Licht der Mitternachtssonne schlichtweg zu spät unterwegs. Nicht das, was man sich als Landschaftsfotograf für dramatische Aufnahmen mit düsteren Wolkenfeldern erhofft.  Bei meiner Heimkehr berichtete ich meiner Familie begeistert von der Vielfalt der Insel. Das sonnige Wetter beeinträchtigte als Wermutstropfen allerdings den Gesamteindruck der Reise. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass ich in absehbarer Zeit zurückkehren muss.

Im Juli des vergangenen Jahres war es dann endlich soweit. Zusammen mit einem Freund flog ich von Frankfurt mit dem Flugzeug nach Keflavik, wo unser Roadtrip durch Island startete. Bei unserer Ankunft platzte mein Handgepäck nahezu aus allen Nähten.

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 24-70 mm 1:2,8E ED VR

Nachdem ich bei meiner ersten Reise nach Island auf verschiedene Brennweiten verzichtetet hatte, entschied ich mich dieses Mal alle Brennweiten meines Nikon-Equipments mitzunehmen und die D850 auf Herz und Nieren zu prüfen.

Da die meisten Spots in Island mit dem Auto erreichbar sind, hat man nur selten Probleme durch einen schweren Rucksack. Wie auch beim letzten Mal, wurden wir auch dieses Mal von sonnigen Wetterverhältnis in Empfang genommen. „Das wird sich sicherlich noch ändern“ - redete ich mir ein. Ich sollte mit meinen Worten tatsächlich Recht behalten.

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

Auf unserem Weg zum Kirkjufellsfoss zogen sich die Wolken langsam zusammen, sodass wir bereits auf dem Weg zu unserem ersten Ziel einige Aufnahmen machen konnten. Pünktlich zum Sonnenuntergang trafen wir am Parkplatz nahe des Kirkjufell-Berges ein. Dem ein oder anderen mag dieser Ort ein Begriff aus der Serie Game of Thrones sein, wo er als Pfeilspitzen-Berg bezeichnet wird. Während sich die meisten Fotografen nahe des Kirkjufellsfoss positionierten, entdeckten wir auf dem Weg zu dem Wasserfall einen großen Teich, in dem sich die eindrucksvolle Bergspitze spiegelte. Alleine für dieses Foto hatte sich die Fahrt Richtung Norden bezahlt gemacht.

Am nächsten Morgen ging es für uns weiter in Richtung Süden. Falls ihr nur wenige Tage Zeit habt und dennoch so viele beeindruckende Orte wie möglich sehen möchtet, kann ich euch insbesondere diese Region ans Herz legen. Auf wenigen Kilometern wird man Zeuge gewaltiger Naturschauplätze, bei denen es sich häufig um meterhohe Wasserfälle handelt. Einer von ihnen ist der Seljalandsfoss, der nahe der Ringstraße zwischen Hvolsvöllur und Skógar liegt. Sowohl bei der Aufnahme des Kirkjufell-Berges als auch am 66-Meter hohen Seljalandsfoss war ich froh, mein AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED Weitwinkelobjektiv dabei zu haben, um die Orte in ihrem beeindruckenden Ausmaß festhalten zu können.

Im Anschluss an die beiden Wasserfall-Riesen Seljalandsfoss und Skógafoss fuhren wir nur wenige Meter weiter zum Parkplatz des Skógar-Museums. Die meisten Touristen brechen nach der Besichtigung des imposanten Skófafoss direkt auf und verpassen dadurch ein weiteres Naturschauspiel.

Im Gegensatz zu den bereits angesprochenen Wasserfällen, war der dritte Wasserfall recht zierlich, entsprach jedoch dem Motto: Klein aber fein. Weder im Internet noch vor Ort fanden wir einen Namen oder eine genaue Wegbeschreibung, was uns jedoch nicht davon abhielt, die Region rund um das Museum näher zu erkunden. Anhand des Satellitenbildes hatten wir den Wasserfall entdeckt und mussten hinter dem Museum lediglich den bereits vorhandenen Fußspuren folgen. Da es noch recht früh am Morgen war, hatten wir die wunderschöne Kulisse für uns. Auch dort blieb mir die Panoramaaufnahme sowie das lästige Zusammensetzen mehrerer Fotos in der Nachbearbeitung erspart, da ich mit dem Weitwinkelobjektiv alles mit einer Aufnahme abbilden konnte. Als wir unsere Aufnahmen des Kvernufoss im Kasten hatten, den Namen habe ich mittlerweile ausfindig gemacht, steuerten wir den nächsten Spot an.

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

Rund 70 Kilometer von Vík entfernt liegt Fjaðrárgljúfur. Sowohl der Canyon als auch dessen Aussprache sorgten bereits bei meinem ersten Besuch für Sprachlosigkeit. Die etwa zwei Kilometer lange Schlucht entstand durch das fließende Wasser des Flusses Fjaðrá. Seine Bekanntheit erlangte der Ort durch keinen geringeren als Justin Bieber, der im Rahmen eines Musikvideos in dem Canyon ein Bad nahm. Da sich die Natur von dem daraus resultierenden Besucherandrang aktuell erholen muss, ist die Schlucht bis zum 1. Juni 2019 gesperrt. Sobald der ausgebaute Wanderweg wieder geöffnet wird, gelangen Besucher zu der Aussichtsplattform, die meiner Meinung nach den besten Blick in den Canyon bietet.

Am Ende unserer kurzen Reise erkundeten wir die Gletscherlagune Jökulsárlón, die neben dem größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull liegt. Im Gegensatz zum Film Stirb an einem anderen Tag, spielte sich während unseres Besuchs keine Verfolgungsjagd auf dem Gletschersee ab und auch Pierce Brosnan war nicht in Sichtweite.

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

Nichtsdestotrotz ließen wir uns nicht davon abhalten noch ein paar Aufnahmen zu erstellen, ehe wir zurück in Richtung Flughafen navigierten. Nachdem mich das AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8E FL ED VR bereits in China, England, Frankreich und Norwegen begeistern konnte, bin ich froh, es auch in Island dabeigehabt zu haben. Sowohl auf 70mm, als auch 200mm macht das Objektiv im Zusammenspiel mit den 45,7 Megapixeln der Nikon D850 eine gute Figur. Sofern die 200mm nicht ausreichen, kann ich in der Nachbearbeitung mit ruhigem Gewissen weit genug reinzoomen, ohne große Verluste der Qualität in Kauf nehmen zu müssen.

D850 & AF-S NIKKOR 28 mm 1:1,4 E ED

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED

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Auch nach meiner zweiten Reise nach Island, kann ich jedem empfehlen, sich selbst von der beeindruckenden Natur ein Bild zu machen. Island ist immer eine Reise wert, so viel steht fest. Nachdem ich nun bereits zum zweiten Mal im Sommer vor Ort war, kann ich es kaum erwarten, die Insel im Winter zu erkunden. Zu guter Letzt möchte ich mich ganz herzlich bei Nikon für die großartige Unterstützung und die bisherige Zusammenarbeit bedanken. Ich freue mich bereits auf unser nächstes Projekt, das Ende Mai ansteht.

Nikon D850 & AF-S NIKKOR 28 mm 1:1,4 E ED

 
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