DER AUTOFOKUS DER NIKON Z 6 UND DER Z 7

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Ihr sucht nach einer Kamera, die nicht nur schnell, sondern auch präzise scharfstellt? Dann bieten die spiegellosen Vollformatmodelle Nikon Z 6 und Nikon Z 7 alles, was ihr braucht. Beide Kameras arbeiten mit einem „Hybrid-Autofokus“, der sowohl Phasen- als auch Kontrast-Autofokus-Messfelder kombiniert und damit fast die gesamte Bildfläche abdeckt. Darüber hinaus bieten beide Kameras viele Detaileinstellungen, um die Leistung des Autofokus auf eure Wünsche anzupassen. Mit unseren Tipps gehören unscharfe Bilder der Vergangenheit an.


Die optimale Messfeldwahl

Je nach Motiv kann es sinnvoll sein, die Einstellung eurer Messfelder an die Situation anzupassen. Möchtet ihr zum Beispiel für eine Makroaufnahme sehr präzise auf ein bestimmtes Detail scharfstellen, dann bieten die Z 6 und die Z 7 dafür ein sehr kleines „Nadelspitzen-Messfeld“, dass ihr entweder über den Joystick auf der Rückseite der Kamera oder per Touchscreen auf dem Kamera-Display an die gewünschte Stelle verschieben könnt. Für die meisten gängigen Motive wird das größere und standardmäßig eingestellte „Einzelfeld“ die optimale Wahl sein. Auch das könnt ihr nach Bedarf verschieben. Ist euch das Einzelfeld noch zu klein, stehen zusätzlich zwei größere Messfelder zur Verfügung.

Automatik für actionreiche Bilder

Wenn es richtig schnell gehen soll und ihr zum Beispiel eine Sportveranstaltung oder eure tobenden Kinder aufnehmen möchtet, dann empfehlen wir euch die „Automatische Messfeldsteuerung“. Hier entscheidet die Kamera selbständig, welches Messfeld nötig ist und wechselt auch von allein zwischen den Messfeldern hin und her, wenn sich euer Motiv bewegt. Ihr könnt der Automatik sogar vorgeben, wie sie reagieren soll, wenn plötzlich ein weiteres Objekt im Bild erscheint. Das kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn ihr einen Fußballspieler am Ball verfolgt und plötzlich ein Gegenspieler die Bildfläche betritt. Dazu geht ihr in den „Individualfunktionen“ des Kameramenüs auf das Untermenü „Autofokus“ und dort auf „a3 Schärfenachführung mit Lock-On“. Hier könnt ihr auf einer Skala von 1-5 wählen, ob der Autofokus sehr schnell auf neue Objekte reagieren soll, oder ob ihr euch für eine Verzögerung entscheidet und die automatische Messfeldwahl erst einmal auf dem zuerst anvisierten Fußballspieler verbleiben soll.


Die Position der Messfelder speichern

Falls ihr häufig zwischen dem Quer- und dem Hochformat wechselt, was zum Beispiel bei Porträt-Aufnahmen der Fall sein kann, dann habt ihr mit der Z 6 und der Z 7 die Möglichkeit, über die Funktion „a6 Messfeld je nach Ausrichtung speichern“ eure Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen. Ist die Funktion aktiviert, merkt sich die Kamera beim Format-Wechsel das jeweils zuletzt verwendete AF-Messfeld. Die Z 6 und die Z 7 sind sogar in der Lage zu unterscheiden, ob die Kamera mit oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird.

Scharfe Porträts dank Augen-AF

Seit der Firmware 2.0 arbeitet der Autofokus der Z-Kameras mit einer sehr effektiven Augenerkennung. Um sie verwenden zu können, braucht ihr lediglich die automatische Messfeldwahl zu aktivieren. Den Rest übernimmt die Kamera ganz von allein. Sobald eine Person den Bildausschnitt betritt und die Kamera ein Auge erkennt, stellt sie automatisch darauf scharf. Über das Tastenkreuz könnt ihr zusätzlich wählen, ob ihr den Fokus lieber auf das linke oder das rechte Auge legen möchtet. Gesellt sich noch eine weitere Person im Bild hinzu, lässt sich der Augen-AF per Tastenkreuz auch auf diese zweite Person versetzen.

Um die separate Wahl des Fokusmessfelds zu ermöglichen, müsst ihr "Ja" wählen.

Die Trefferquote erhöhen

Wenn ihr im Hauptmenü auf die „Individualfunktionen“ geht, könnt ihr im Unterpunkt „Autofokus“ für den Einzel-AF (AF-S) und die kontinuierliche Schärfenachführung (AF-C) festlegen, mit welcher Priorität eure Kamera fokussieren soll. Der Einzel-Autofokus ist standardmäßig auf eine „Schärfepriorität“ eingestellt. Das bedeutet, dass die Kamera erst dann auslöst, wenn der Autofokus am ausgewählten Messfeld auch tatsächlich scharfgestellt hat. Sollte der Autofokus sein Ziel mal nicht finden, weil ein Motiv vielleicht näher zur Kamera steht, als es das Objektiv mit seiner Naheinstellgrenze noch fokussieren kann, dann löst die Kamera auch nicht aus. Bei der kontinuierlichen Schärfenachführung (AF-C) ist dagegen standardmäßig eine „Auslösepriorität“ aktiviert, um im Serienbildmodus schnelle Bildfrequenzen zu ermöglichen. Dabei kann es auch mal passieren, dass die Kamera auslöst, obwohl der Fokus noch nicht ganz sitzt. Wenn euch die Schärfe wichtiger ist, als die Geschwindigkeit, dann könnt ihr auch dem AF-C-Modus eine „Schärfepriorität“ zuteilen. Das reduziert zwar etwas die Serienbildgeschwindigkeit, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass die Kamera selbst im Serienbildmodus nur dann auslöst, wenn auch scharfgestellt wurde.

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