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Montag, 04. September 2017

Abgetaucht in die Welt des Sportfotografen Lukas Schulze

Ob bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro oder dem Confederations Cup in Russland, Sportfotograf Lukas Schulze ist immer ganz vorne mit dabei, um den perfekten Moment einzufangen. Hier verrät er Euch, was ihn an der Sportfotografie besonders inspiriert und welche Herausforderungen er zuletzt bei den FINA World Swimming Championships in Budapest meistern musste.

Die Synchronspringer hat Lukas bei den FINA World Championships in Budapest mit der Nikon D5 und dem AF-S 24-70mm f/2.8E ED VR aufgenommen.

Der professionelle Fotograf hat sich nach dem Volontariat bei der Deutschen Presseagentur (dpa) als Sport- und Nachrichtenfotograf selbstständig gemacht. „Im letzten Monat meiner Ausbildung war ich ein Teil des Fotografen-Teams, welches die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro fotografisch begleitete“, so Lukas.

Seit 2016 ist er weltweit für Getty Images eine der größten Bildagenturen der Welt und für namhafte Sportartikelhersteller im Einsatz. Durch sein ehemaliges Hobby Leichtathletik hat ihn die Sportfotografie gepackt. „Als ehemaliger Leichtathlet hatte ich gute Verbindungen zu meinem Verein und bekam die Möglichkeit, die Fotografie mit dem Sport zu verbinden. Der Fußballplatz und die Handballhalle waren ebenfalls nicht weit von zu Hause entfernt, sodass ich in jeder freien Minute meine Kamera nehmen und die jeweiligen Spiele fotografieren konnte“, erzählt Lukas.

Die Kamera rattert: NPS-Fotograf Lukas Schulze in Aktion mit seinen Nikons.

Warum eine (oder auch mehrere) Nikon(s)?

Lukas nutzt seit dem Beginn seines Volontariats ausschließlich Nikon-Equipment. „Wenn man professionell arbeiten möchte, braucht man zuverlässiges Equipment. Das Besondere an Nikon ist der extrem zuverlässige Autofokus, vor allem bei der Nikon D5. Egal bei welchen Lichtbedingungen, der Autofokus trifft nahezu immer. In Kombination mit meinem Lieblingsobjektiv dem NIKKOR 105mm 1:1, 4E ED, kann man dem Bild durch den tollen Schärfenverlauf noch das gewisse Etwas geben“, berichtet der Fotograf.

Seine mittlerweile beachtliche Sammlung kann sich sehen lassen: drei Mal das Nikon Flaggschiff - die D5 - und eine D750 sind seine ihn ständig begleitenden Bodies. Zu seinen Objektiven zählen das 14–24 mm 1:2,8G ED, das 24-70mm 1:2,8G ED, das 70-200 mm 1:2.8E FL ED VR, das 300 mm 1:4E PF ED VR, das 400 mm 1:2,8E FL ED VR, das TC-14E III, das 35 mm 1:1,4G, das 50 mm 1:1,4G und das 105 mm 1:1,4E ED.

Mit dieser riesen Nikon-Ausrüstung war Lukas bei der FINA World Swimming Championships 2017 in Budapest im Einsatz.

Was gibt es über deine Projekte sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft zu verraten?

Lukas verrät uns, dass es schon immer sein größtes Projekt bzw. sein größter Traum war, als Fotograf zu den Olympischen Sommerspielen zu fliegen – und genau dieser Traum konnte mit Hilfe der dpa bereits im August realisiert werden. In Zukunft möchte er sich etwas mehr mit der Werbefotografie im Sportbereich auseinandersetzen.

Setzt Du auf eine bestimmte Technik beim Fotografieren?

Viele Fotografen kritisieren es, mit offener Blende zu fotografieren, da so häufig durch die Unschärfe im Hintergrund zu wenige Informationen zum Betrachter transportiert werden. Lukas macht sich aber genau dies zu Eigen: „Ich muss zugeben, dass ich sehr gern und oft mit offener Blende fotografiere. Ich mag es, wenn man sich durch die Unschärfe auf die wesentlichen Teile des Bildes konzentrieren kann.“

FINA/Nikon/Lukas Schulze: Aufgenommen mit der Nikon D5 und dem AF-S 600mm f/4E FL ED VR & Teleconverter AF-S TC-14E III

Woher nimmst Du Deine Inspirationen? Wer oder was inspiriert Dich?

„Die Sportler selbst motivieren und inspirieren mich. Sie stecken so viel Kraft und Energie in ihren Sport, opfern Freizeit und stellen andere Sachen hinten an. Als Fotograf stelle ich mich der Herausforderung, die Leistung der Sportler zu würdigen, indem auch ich jeden Tag mein Bestes gebe. Wenn dann dabei Bilder entstehen, die den Betrachter emotional berühren, weil die Erleichterung oder Enttäuschung der Sportler spürbar wird, freue ich mich umso mehr.“

Und das Beste geben bedeutet nicht allein zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und seine Kamera technisch zu beherrschen – gerade die Kreativität, um sich von der Arbeit aller anderen Fotografen abzusetzen, spielt hier eine ganz entscheidende Rolle. „Ich glaube, dass ich am kreativsten bin, wenn man mir das Vertrauen schenkt, auf Terminen etwas Eigenes machen zu dürfen.“

Welche Herausforderungen stellen sich häufig bei deiner Fotografie?

Ganz egal in welchem Bereich der Fotografie man sich bewegt, die größte Herausforderung, der sich Lukas tagtäglich stellt, ist es, ein Bild zu schießen, welches keiner seiner Kollegen hat – sei es eine Aktion auf dem Spielfeld oder abseits des Spielfeldes. Ein Tipp seines Vaters, als Lukas noch ganz am Anfang seiner fotografischen Karriere stand und den er so an alle anderen angehenden Fotografen weitergeben kann: „Wenn du von diesem Job leben möchtest, musst du besser sein, als der Rest!“ – Ein recht einfacher Ratschlag, der allerdings in vielerlei Hinsicht passt. Lukas ist der Überzeugung: „Man kann sich mit vielen Faktoren versuchen, von der Mehrheit abzusetzen - man muss nur wissen wie“.

Du lebst und arbeitest in Düsseldorf. Was magst du am meisten an der Stadt und wie beeinflussen Orte generell deine Arbeit?

Ein großer Vorteil, den Düsseldorf bietet, ist eindeutig die Nähe zum Sport und kurze Anbindung zu verschiedensten bekannten Sportstätten. „Nordrhein-Westfalen ist für den vielen Sport bekannt. Nach Dortmund, Mönchengladbach, Leverkusen ist es nicht weit – zu diesen Spielorten fahre ich fast jedes Wochenende.“ Und genau das sind auch seine Lieblingslocations zum Shooten: die Sportplätze dieser Welt!

Lukas Schulze/Bundesliga/Getty Images: Marc Bartra (r) feiert mit den Spielern von Borussia Dortmund das Tor von Pierre-Emerick Aubameyang (m) (20.05.2017). Festgehalten mit der Nikon D5 und dem AF-S 24-70mm f/2.8E ED VR.

EINSATZ BEI DEN FINA WORLD SWIMMING CHAMPIONSHIPS 2017


Nach den Sommerspielen in Rio 2016 stand auch schon das nächste große Event an: die FINA World Swimming Championships in Budapest. Bei der Schwimm-WM hat Lukas Schulze als ofizieller Fotograf der Veranstaltung für die FINA und Nikon die Athletinnen und Athleten beim Turmspringen, beim Synchronschwimmen und beim Wasserball abgelichtet. Das Bahnschwimmen, das Schwimmen im offenen Wasser und auch das High Diving gehörten ebenfalls zu den Disziplinen, die er fotografisch begleitete.

Gerade in diesen Sportarten kommt man als Fotograf schnell an seine Grenzen, da sich einige Herausforderungen ergeben: „Die größte Herausforderung bei der Schwimm-WM war für mich das Turmspringen. Ich verbrachte sechs ganze Tage in der Arena, nur um diese Sportart zu fotografieren. Dabei war der größte Clue, jeden Tag aufs Neue kreativ zu sein und den Sport aus einer neuen Perspektive zu zeigen, obwohl die Fotopositionen dort leider sehr begrenzt waren.

In diesem Fall muss man überlegen, wie man sich anderweitig von der Fotografenmasse abheben kann - fotografiert man statt des Wettkampfes vielleicht das Training, oder fotografiert man den ganzen Tag zum Beispiel nur mit längerer Belichtungszeit?“ – Eine sich jeden Tag neu zu stellende Frage.

Für mehr Inspirationen und weitere Fotos von Lukas, schaut auf seinem Instagram-Kanal vorbei:

Viele weitere spannende Projekte unserer #NikonInstagrammer findet Ihr auch auf unserem Instagram Kanal.

 
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