Mit dem richtigen Objektiv auf dem Body eurer Nikon-Kamera werdet ihr im Handumdrehen beeindruckende Architekturaufnahmen fotografieren. Wir zeigen euch, worauf ihr bei der Aufnahme achten solltet, welche Ausrüstung euren Bildwinkel vergrößert und wie ihr stürzende Linien und perspektivische Verzerrungen vermeidet.

Der Blick nach oben lohnt sich immer. Spielt mit den Linien im Bild, um den Betrachter durch eure Aufnahme zu führen und die Spannung zu erhöhen. Foto: Max Leitner

Architektur in Szene setzen

Die Architekturfotografie begeistert vor allem durch ihre Vielzahl an interessanten Linien, die Gebäude, Brücken, Bahnhöfe, historische Bauwerke & Co. besitzen. Viele davon befinden sich in unserer alltäglichen Umgebung, wir nehmen sie nur nicht bewusst wahr. Wenn ihr euch auf die Fotografie von Architektur fokussiert, werden euch viele markante Merkmale auffallen. Mit den Linien historischer oder moderner Architektur lässt sich der Blick des Betrachters führen, um neue Perspektiven aufzuzeigen. Damit könnt ihr das Alltägliche in einem neuen Licht erscheinen lassen. Mit der gezielten Manipulation dieser Linien durch die Auswahl des Bildausschnitts lässt sich die Wahrnehmung des Raums zudem gekonnt verändern.

Architektur und Perspektiven

Wenn eine Aufnahme nach einem einzigartigen Aufnahmewinkel ruft, könnt ihr mit einem NIKKOR Fisheye-Objektiv, einem NIKKOR-Objektiv mit Perspektivkorrektur oder einem NIKKOR-Objektiv mit manueller Fokussierung Bildkompositionen ganz neuer Art schaffen. Ob ihr das Motiv verzerren oder begradigen wollt – mit Spezialobjektiven von Nikon erhaltet ihr die kreativen Möglichkeiten, um euren persönlichen Standpunkt einzunehmen und eure Sicht der Welt Ausdruck zu verleihen.

Der TGV Terminal Saint-Exupéry bietet viele Winkel und Facetten. Foto: Max Leitner

Città dello Sport | Rom | Foto: Max Leitner

Tipps für perfekte Architekturaufnahmen

Standortwahl

Die Standortwahl ist bei der Architekturfotografie eines der wichtigsten Kriterien. Achtet darauf, dass ihr euch möglichst parallel zum Motiv positioniert, um stürzende Linien zu vermeiden. Diese bewirken, dass das Foto „nach hinten kippt“, was nicht immer gewollt ist. Übrigens, die leistungsstarken NIKKOR-Objektive mit Perspektivkorrektur (PC-E) erlauben auf einfache Weise eine Verstellung der Schärfeebene, ohne die Position der Kamera verändern zu müssen. Mit Objektiven dieses Typs könnt ihr ganz einfach stürzende Linien korrigieren, die bei Architekturaufnahmen auftreten können. Zum Beispiel mit dem PC-E NIKKOR 24 mm 1:3,5D ED.

Tageszeit

Des Weiteren solltet ihr die Tageszeit beachten. Das Licht hat unmittelbaren Einfluss auf die Betonung von Linien, Licht und Schatten auf eurem Motiv. Ideal sind die Morgen- und Abendstunden, wenn die Sonne tiefer am Himmel steht und das Licht weicher wird.

Perspektive

Spielt vor Ort mit der Perspektive. Fotografiert etwa von unten nach oben, um Bauwerke in ihrer Größe zu betonen. Ungewöhnliche Perspektiven erzeugen Spannung und Aufmerksamkeit. Bezieht vorhandene Linien im Bild mit ein und führt mit diesen den Blick des Betrachters durch eure Aufnahme. Diagonalen suggerieren dabei ein Raumverhältnis im Bild.

Stativ verwenden

Hilfreich ist zudem die Aufnahme vom Stativ. So könnt ihr auch mit mittleren Blenden zwischen f/11 und f/16 samt entsprechend höherer Belichtungszeit arbeiten, während eure Nikon-Kamera bei niedrigem ISO-Wert die bestmögliche Bildqualität aufzeichnet.

Bildgestaltung

Zu guter Letzt: Achtet auf den Vordergrund. Gerade bei kleinen Brennweiten oder Weitwinkelaufnahmen dominiert der vordere Bereich eines Fotos sehr stark. Dabei läuft man Gefahr, dass das eigentliche Motiv im Bild untergeht.

Urban Flow | Nürnberg | Foto: Formgestalter

Station Westfriedhof | München | Foto: Simon Vilgertshofer

Treppen in Gebäuden sind echte Architekturklassiker. Foto: Max Leitner

Extremer Bildwinkel mit dem Fish-Eye

Das Fisheye-Objektiv AF-S Fisheye-NIKKOR 8-15 mm 1:3,5-4,5 E ED verbindet die Kreativität eines extrem großen Bildwinkels mit der Vielseitigkeit eines Zoomobjektivs. Durch einen einfachen Wechsel der Brennweite stehen euch gleich zwei Effekte zur Verfügung. So lichtet ihr mit 8mm Motive kreisförmig ab, während ihr bei 15mm Brennweite eine Vollbild-Fisheye-Darstellung fotografiert. Das Resultat sind superbe hochaufgelöste Bilder, die auch bei der Offenblende von 1:3,5 bis in die Bildecken scharf sind. Gepaart mit dem sehr schnellen und leisen Autofokus und der zuverlässigen Belichtungssteuerung stehen atemberaubenden Architekturfotos nichts mehr im Wege. Übrigens, auch bei Nahaufnahmen ist die Bildqualität top. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,16 Meter.

Weitere Objekitiv-Inspiration für eure Architekturfotografie findet ihr hier.

Das richtige Objektiv

Wichtig bei der Aufnahme ist die Wahl eines geeigneten Objektivs. Die NIKKOR-Weitwinkelobjektive zeichnen sich durch eine kurze Brennweite und hohe Tiefenschärfe aus. Perfekt für scharfe Architekturaufnahmen. Denn anders als etwa bei Porträts verzichtet man bei Architekturfotografie auf den Bokeh-Effekt, also eine sichtbare und gewollte Unschärfe im Hintergrund. Um Innenräume oder große Bauwerke gleichermaßen künstlerisch wie authentisch einzufangen, sollten möglichst alle Bildbereiche durchgehend scharf abgebildet werden. Auf diese Weise werden Führungslinien von Gebäuden und Perspektivhinweise betont.

Das Ultraweitwinkelobjektiv AF-S NIKKOR 14-24 mm 1:2,8G ED punktet mit seiner hohen Auflösung und tollem Kontrast. Zudem besitzt es eine große Offenblende von F2,8 und eine spezielle Nanokristallvergütung. Geisterbilder und Streulicht werden gekonnt vermieden. Für Z-Kameras mit Vollformatsensor empfehlen wir euch das NIKKOR Z 14-24mm f/2.8 S und NIKKOR Z 14–30 mm 1:4 S, wenn ihr mit der Z 50 und DX-Sensor fotografiert das NIKKOR Z DX 16–50 mm 1:3,5–6,3 VR.

Reflexionen sind in der Architekturfotografie ein echter Erfolgsgarant. Sollten reflektierende Flächen – etwa spiegelnde Scheiben – vorhanden sein: Nutzt sie und bezieht sie in eure Komposition ein. Foto: Kristof Göttling

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