Unsere Spezial-Objektive unterscheiden sich durch besondere Funktionen von klassischen Zooms und Festbrennweiten. Fisheye-Objektive bilden zum Beispiel einen enormen Bildwinkel ab, der selbst den eines Ultraweitwinkels überschreitet. Mit einem Tilt-und-Shift-Objektiv habt ihr die Möglichkeit, stürzende Linien im Bild zu korrigieren. Die entstehen zum Beispiel dann, wenn ihr die Kamera samt Objektiv nach oben ausrichtet, um ein Gebäude zu fotografieren. In dem Fall kippen gerade Linien im Bild üblicherweise nach innen. Mit einem Tilt-und-Shift-Objektiv könnt ihr diese Eigenschaft korrigieren, indem ihr die Linsenkonstruktion parallel zum Bildsensor verschiebt (shiften) und, falls nötig, auch den Winkel zum Sensor verändert, die Linsenkonstruktion also leicht schwenkt (tilten). Darüber hinaus haben wir spezielle Porträt-Objektive für euch, die mit einer Defocus Image Control (DC) ausgestattet sind. Das eröffnet euch spannende, kreative Möglichkeiten, da ihr damit nach der Wahl einer großen Blendenöffnung zusätzlich die Charakteristik des Bokehs verändern könnt.

Fisheye-Objektive

AF-S FISHEYE-NIKKOR 8-15 mm 1:3,5-4,5 E ED

Mit dem für Vollformatkameras konstruierten AF-S FISHEYE-NIKKOR 8-15 mm 1:3,5-4,5 E ED seid ihr in der Lage, Landschaften und Architektur mit einem extremen Bildwinkel von 175 bis 180 Grad aufzunehmen. Dabei genießt ihr die Vorzüge eines Zoom-Objektivs und könnt beliebig zwischen 8 und 15 mm wechseln. Bei acht Millimetern ergibt sich ein kreisrunder Bildausschnitt, in dem von der Bildmitte aus in alle Richtungen bis zum Rand des Kreises jeweils 180 Grad abgebildet werden. Da der Vollformatsensor dabei nur im Zentrum und nicht vollständig belichtet wird, kommt es zu schwarzen Rändern. Die verschwinden jedoch, wenn ihr auf 15 Millimeter heranzoomt. Dann wird aus dem kreisrunden ein diagonaler Fisheye-Effekt. Das bedeutet, dass bei der Brennweite von 15 mm jeweils von einer Bildecke bis zur diagonal gegenüberliegenden Bildecke 180 Grad abgedeckt werden. An den Bildrändern ist der Bildwinkel zwar kleiner, dafür wird der Sensor aber vollständig belichtet. Das AF-S FISHEYE-NIKKOR 8-15 mm 1:3,5-4,5 E ED enthält 15 Linsen in 13 Gruppen. Dazu gehören 3 ED-Glas-Linsen, zwei asphärische Linsen sowie Linsen mit einer Nanokristallvergütung für eine erstklassige Bildqualität. Dabei könnt ihr bis auf eine Naheinstellgrenze von 16 Zentimetern an euer Motiv herangehen. Das ergibt teilweise sehr kreative Nahaufnahmen mit einer starken Verzerrung. Der eingebaute Autofokusmotor arbeitet schnell und leise.

Mit dem AF-S FISHEYE-NIKKOR 8-15 mm 1:3,5-4,5 E ED könnt ihr von der kreisförmigen Perspektive zur Vollbilddarstellung wechseln.

AF Fisheye-NIKKOR 16 mm 1:2,8D

Beim AF Fisheye-NIKKOR 16 mm 1:2,8D handelt es sich um eine Festbrennweite für unsere FX-Vollformatkameras. Was die Charakteristik betrifft, wird ein formatfüllendes Fisheye-Bild erzeugt. Es werden also 180 Grad von einer Bildecke bis zur diagonal gegenüberliegenden Ecke abgebildet. Somit entstehen keine schwarzen Ränder. Die Blende könnt ihr für Aufnahmen bei schwachem Licht oder für eine geringere Schärfentiefe bis auf f/2,8 öffnen. Im Gegensatz zu einem „AF-S“-Objektiv muss bei diesem „AF“-Fisheye die Kamera über einen integrierten Fokusmotor verfügen, wenn ihr automatisch scharfstellen möchtet. Ob eure Kamera über einen solchen eingebauten Motor verfügt, erkennt ihr, wenn am Bajonettring der Kamera eine Spindel zu sehen ist. Mehr dazu findet ihr über diesen Link.

AF DX Fisheye-NIKKOR 10,5 mm 1:2,8G ED

Das AF DX Fisheye-NIKKOR 10,5 mm 1:2,8G ED wurde für Kameras mit einem APS-C-Sensor, also für das DX-Format gebaut. Die Festbrennweite deckt 180 Grad in der Diagonalen ab und arbeitet mit einer Blende mit sieben abgerundeten Lamellen, die sich bis auf f/2,8 öffnen lässt. Da die Gegenlichtblende fest vorne am Objektiv verbaut ist, bieten wir euch bei diesem Objektiv einen kleinen Filtereinschub auf der Bajonettseite und legen einen passenden Gelatinefilter mit in den Lieferumfang. Um automatisch scharfstellen zu können, benötigt das Objektiv eine Kamera mit einem integrierten Fokusmotor. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Wie ein Fisheye-Objektiv genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.

Tilt-und-Shift-Objektiv

PC NIKKOR 19 mm 1:4E ED

Durch seine kurze Brennweite von 19 Millimetern eignet sich das PC NIKKOR 19 mm 1:4E ED als ideales Architektur-Objektiv für den Einsatz an unseren FX-Kameras mit einem Vollformatsensor. Mit diesem Tilt-und-Shift-Objektiv gelingt es euch, stürzende Linien optimal auszugleichen – sowohl bei Gebäude-Außenansichten als auch bei Innenraumaufnahmen. Am Vollformatsensor deckt das Objektiv einen sehr breiten Bildwinkel von 97 Grad ab. An einer DX-Kamera, also einem Modell mit APS-C-Sensor, sind es 73 Grad. Für die Korrektur stürzender Linien stehen euch die folgenden Verstellmöglichkeiten zur Verfügung. Ihr könnt die Linsenkonstruktion parallel zum Sensor sowohl horizontal als auch vertikal um jeweils zwölf Millimeter verschieben (shiften). Dazu kommt eine Tilt-Eigenschaft, mit der ihr das Objektiv um bis zu 7,5 Grad zum Sensor neigen könnt. Damit die Neigung in alle Richtungen funktioniert, habt ihr die Möglichkeit, das an der Kamera angesetzte Objektiv um seine eigene Achse um 90 Grad nach links oder nach rechts zu drehen. Dabei rastet das Objektiv nach jeweils 30 und 60 Grad ein. Scharfgestellt wird manuell. Dank seines optischen Aufbaus aus 17 Linsen in 13 Gruppen kommt es im Vergleich zu herkömmlichen Weitwinkelobjektiven kaum zu Verzeichnungen.

Das PC NIKKOR 19 mm 1:4E ED ist das Profi-Objektiv für die Tilt-und-Shift-Fotografie im Bereich Ultraweitwinkel und ideal für Architekturaufnahmen.

PC-E NIKKOR 24 mm 1:3,5D ED

Das PC-E NIKKOR 24 mm 1:3,5D ED erreicht an unseren FX-Vollformatkameras einen Bildwinkel von 84 Grad. Die Naheinstellgrenze für den rein manuellen Fokus beträgt 21 Zentimeter. Für die Korrektur der Perspektive könnt ihr das Objektiv um bis zu 11,5 Millimeter parallel zum Kamerasensor verschieben und bis zu 8,5 Grad zum Sensor neigen. Bei der Konstruktion kommen 13 Linsen in zehn Gruppen zum Einsatz. Darunter befinden sich drei ED-Glas-Linsen, drei asphärische Linsen und Linsen mit einer Nanokristallvergütung für eine erstklassige Korrektur typischer Abbildungsfehler. Da die Frontlinse recht flach ausfällt, können bei diesem Tilt-und-Shift-Weitwinkel Filter mit einem Durchmesser von 77 Millimetern verwendet werden.

PC-E Micro-NIKKOR 45 mm 1:2,8D ED

Beim PC-E Micro-NIKKOR 45 mm 1:2,8D ED handelt es sich um ein Tilt-und-Shift-Objektiv mit einer zusätzlichen Makro-Funktion. So ist es mit dieser Vollformat-Festbrennweite möglich, Objekte im Abbildungsmaßstab 1:2 aufzunehmen. Spannend ist diese Kombination vor allem im Stilllife-Bereich. Durch die Tilt-Funktion, also das Neigen der Linsenkonstruktion zum Kamerasensor um bis zu 8,5 Grad, habt ihr die Möglichkeit, die Schärfentiefe zu beeinflussen, ohne dafür die Blende schließen zu müssen. Das eröffnet euch viele Möglichkeiten, da ihr zum Beispiel bei offener Blende f/2,8 mit einem ansprechenden Bokeh arbeiten könnt und dennoch gleichzeitig die Chance habt, die Schärfentiefe zu vergrößern. Die Naheinstellgrenze für den manuellen Fokus beträgt 25,3 Zentimeter ab der Sensorebene.

PC-E Micro-NIKKOR 85 mm 1:2,8D

Das PC-E Micro-NIKKOR 85 mm 1:2,8D kann, wie das PC-E Micro-NIKKOR 45 mm 1:2,8D ED, als Makro-Objektiv eingesetzt werden. Auch hier liegt der maximale Abbildungsmaßstab bei 1:2. Durch die längere Brennweite erreicht ihr diesen bereits ab einer Naheinstellgrenze von 39 Zentimetern. Das Objektiv kann um bis zu 11,5 Millimeter parallel zum Sensor verschoben werden und das sowohl horizontal als auch vertikal. Dafür lässt sich das Objektiv um bis zu 90 Grad nach links und nach rechts um die eigene Achse drehen. Zusätzlich könnt ihr die Linsenkonstruktion um bis zu 8,5 Grad zum Sensor neigen und damit gezielt die Schärfentiefe eures Bildes beeinflussen, ohne dafür die Blendenöffnung anpassen zu müssen. Der verfügbare Blendenbereich beginnt bei f/2,8 und reicht bis zu einer geschlossenen Blende f/32.

AF DC-Nikkor 135 mm 1:2D

Porträt-Objektive mit Defocus Image Control (DC)

AF DC-NIKKOR 105 mm 1:2D

Du hast Freude an kreativen Porträts und möchtest das Bokeh gerne individuell beeinflussen? Dann ist unser AF DC-NIKKOR 105 mm 1:2D genau das Richtige für dich. Mit einer festen Brennweite von 105 Millimetern deckt dieses Objektiv den leichten Telebereich ab und gibt dir die Gelegenheit, die Blende bis auf sehr lichtstarke f/2 zu öffnen. Neben dem manuellen Blendenring für die Wahl zwischen f/2 und f/16 besitzt dieses Objektiv noch einen weiteren Ring mit der Bezeichnung Defocus Image Control (DC). Habt ihr eine Blende zwischen f/2 und f/5,6 ausgewählt, um eine Person durch eine geringe Schärfentiefe vom Hintergrund freizustellen, dann könnt ihr innerhalb dieses Blendenbereiches zusätzlich über den „DC“-Ring die Charakteristik des Bokehs verändern. Wenn gewünscht, ist auf diese Weise auch eine Weichzeichnung des Bildes möglich. Die Naheinstellgrenze liegt bei 90 Zentimetern. Um mit dem AF DC-Nikkor 105 mm 1:2D automatisch scharfzustellen, benötigt ihr eine Kamera mit integriertem AF-Motor.

AF DC-NIKKOR 135 mm 1:2D

Das AF DC-NIKKOR 135 mm 1:2D bringt die gleichen Vorzüge mit wie das AF DC-NIKKOR 105 mm 1:2D. Ihr könnt die Blende zwischen f/2 und f/16 wählen und zusätzlich die Unschärfe über den eingebauten Defocus-Image-Control-Ring anpassen. Der Unterschied liegt hier in erster Linie in der Brennweite. Mit 135 Millimetern an einer Vollformatkamera eignet sich diese Festbrennweite für starke Nahaufnahmen des Gesichts mit einer sehr geringen Schärfentiefe. Der Mindest-Aufnahmeabstand beträgt 1,1 Meter. Auch dieses Tele setzt für die automatische Scharfstellung einen in der Kamera integrierten AF-Motor voraus.

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