JON GULER

Mittwoch, 30. September 2020

Unser Nikon Family Fotograf Jon Guler zeigt, wie aus einem kleinen Interesse zu Schulzeiten eine große Passion werden kann. Sein Blick geht dabei über die Fotografie hinaus, denn genau so gern, wenn nicht sogar noch lieber, arbeitet er als Videograf. Beide Fähigkeiten sind für sein Kollektiv eine ideale Ergänzung.

Wie & wann bist du zur Fotografie gekommen?

Mit 16 Jahren wurde mir meine erste Spiegelreflex-Kamera, eine Nikon D5500, geschenkt. Aber bis ich das Fotografie-Freifach meines Gymnasiums besucht hatte, wusste ich zunächst nicht wirklich etwas über die manuelle Bedienung einer Kamera. Erst später habe ich begonnen, meine Landschaftsbilder auf Instagram hochzuladen und konnte so andere inspirieren und selbst inspiriert werden. So, aber auch durch den Austausch mit Gleichgesinnten wuchs mein Wissen und ich lernte immer wieder Neues dazu.


Was gehört alles zu deiner Foto-Ausrüstung? Mit welchem Objektiv fotografierst du am liebsten & warum?

Als Hauptkamera benutze ich die Nikon Z 6. Mein meistbenutztes Objektiv ist das NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S. Weiterhin benutze ich das NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 S, das AF-S NIKKOR 14-24mm f/2.8 G und das AF-S NIKKOR 35mm f/1.4 G.

Am liebsten benutze ich das NIKKOR Z 24-70mm 2.8 Objektiv, da ich so bei einer stets großen Blendenöffnung von einer weiten bis nahen Szene alles einfangen kann, ob als Foto oder Film. Darüber hinaus ist das 24-70 mm auch extrem scharf und hat einen super schnellen Autofokus. Durch die kleine, leichte und kompakte Bauweise ist das Objektiv für mich absolut perfekt.

Was treibt dich an? Woher nimmst du deine Inspiration?

Der Grund, warum ich so gerne fotografiere und filme, ist, dass ich so die schönsten, aber auch abenteuerlichsten Momente, die ich erleben darf, festhalten kann. Auch der technische Aspekt einer Kamera fasziniert mich sehr und motiviert mich so, noch mehr neue Möglichkeiten auszuprobieren.


Was, wann & wo fotografierst du am liebsten?

Am liebsten fotografiere ich draußen in der Natur, wenn ich ungewöhnliche Naturstimmungen einfangen kann. Ob das nun ein nebliges Regenwetter, ein goldener Sonnenaufgang oder ein Sonnenuntergang im Nebelmeer ist, spielt dabei keine große Rolle. Auch Aufnahmen in der blauen Stunde finde ich extrem interessant! Sujets meiner Aufnahmen sind dabei hauptsächlich die Landschaften, aber auch Personen als Teil der Naturphänomene.


Was macht dich zu einem Original? Was ist das Besondere an deinem Fotografie-Stil?

Die Farben meiner Aufnahmen, aber auch die Stimmungen, in denen ich probiere, die Aufnahmen zu produzieren, machen meine Arbeit speziell. Dass ich nebst Fotos auch mit Videos Geschichten erzähle, ist ein weiterer Faktor.

Was war für dich die bisher herausforderndste Situation als Fotograf?

Die bisher herausforderndste Situation war, als ich bei strömendem Regen Fotos und Filmaufnahmen von Mountainbikern machen musste. Es war eine actiongeladene Situation und trotzdem gelang es mir mit meiner verlässlichen Ausrüstung, die Szenen erfolgreich einzufangen.


Was macht für dich den Unterschied zwischen Fotografie und Filmaufnahmen aus?

Videographie ist für mich eine intensivere Version, um meine Geschichten zu erzählen. Meiner Meinung nach können die Emotionen, Gefühle und der rote Faden durch Bewegtbilder sehr viel einfacher und in einer weiteren Dimension an den Betrachter übermittelt werden.


Du bist noch sehr jung und steckst gerade mitten im Studium - hast du vor, dich auch jetzt weitergehend mit der Fotografie zu beschäftigen?

Momentan bin ich selbstständiger Fotograf und Videograf und verbinde dies mit einem Geografie- und Informatik-Studium. Das führt natürlich schon mal zu teilweise stressigen Situationen, gleicht sich dann aber wieder sehr gut aus, da ich in der studienfreien Zeit sowieso die meisten und größten Aufträge habe. Zudem können sich das Studium und die Fotografie sogar ergänzen, beispielsweise auf Exkursionen.

Bist du für deine Fotoshootings grundsätzlich allein unterwegs oder arbeitest du auch mit anderen zusammen? 

Einen Teil der Projekte führe ich auch im Team durch, als Mitglied von The Alpinists. Als das größte Outdoor Collective der Schweiz sind wir elf Outdoor- und Lifestylefotografen, welche die gleiche Passion besitzen: Abenteuer in der Natur zu erleben und diese festzuhalten. Über Instagram bin ich mit immer mehr von diesen Mitgliedern in Kontakt gekommen und wir haben uns gut verstanden. Vor allem mit Fabio Zingg, welcher nicht weit von mir wohnt, habe ich viele Projekte durchgeführt. So kam es, dass ich ebenfalls Teil dieses Collectives wurde.

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