ANNANASSAFT

Anna Heupel ist Lifestylefotografin, leidenschaftlich Reisende, Bloggerin und Creator. Sie liebt das einfache Leben, Reisen in ihrem VW Bus, ungestellte und ehrliche Momente. Ihre Reisefotografie macht gute Laune und transportiert ein Gefühl von Leichtigkeit, Lebensfreude und Freiheit.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Bereits als Kind war ich mit der analogen Kamera von meinem Papa unterwegs - Fotos machen fand ich immer cool. Als ich dann älter wurde und mir die erste DSLR Kamera, eine Nikon D60, von meinem Taschengeld gekauft habe, ging es richtig los. Das war 2009.


Was gehört alles zu deiner Foto-Ausrüstung?

Die Nikon D850 und das AF-S NIKKOR 28 mm 1:1,4 E ED dürfen nie fehlen. Ich arbeite außerdem gern mit dem AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,4G und manchmal auch mit dem AF-S NIKKOR 24-70 mm 1:2,8E ED VR. Bin aber eher der Festbrennweiten-Fan. Ein guter Kamerarucksack ist essenziell, viele Speicherkarten und Akkus nehme ich natürlich auch immer mit.

Mein aboslutes Lieblings-Objektiv ist das AF-S NIKKOR 28 mm 1:1,4 E ED! Ich feier' den Look und die Brennweite. Vorher habe ich viel mit 24mm oder 35mm gearbeitet, 28mm ist für mich die perfekte Mitte. Das Objektiv bringt einen lässigen Look, egal bei Portraits, Lifestyle-Fotos oder Schnappschüsse bei Reisen. Es ist immer scharf und zuverlässig. Ich liebe es.


Was verbindest du mit der Marke Nikon?

Meine ersten Schritte in der Fotografie und das Gefühl von endlosen Möglichkeiten. Als ich damals meine erste Nikon mit wechselbaren Objektiven bekommen habe, habe ich auf einmal große Fortschritte gemacht und mich weiter entwickelt. Ich habe mit einer Nikon die Fotografie gelernt und verstanden - das Gefühl war mega! Außerdem die Farbe GELB! Meine Lieblingsfarbe - die Farbe für Licht und Motivation :)

Am Liebsten gehe ich auf Reisen mit meiner Kamera und meinem VW Bus. :) | D850 & AF-S NIKKOR 28 mm 1:1,4 E ED

Was macht dich zu einem Original?

Ui, gute Frage und sau schwer für sich selbst zu beantworten. Viele beschreiben meinen Stil als stimmungsvoll, frei und lebensfroh. Ich glaube, ich schaffe es eine gewisse Atmosphäre, Stimmung und Leichtigkeit in der Bildsprache zu vermitteln, sodass der Betrachter immer kurz mit in den Moment genommen wird, ohne das dieser zu gestellt wirkt. Selbst bei inszenierten Shootings mit Models versuche ich überwiegend ganz frei zu arbeiten und Bilder aus der Bewegung zu schießen, um eine Natürlichkeit in die Bilder zu bringen. Ich mag das Einfache, ohne viel Schnick Schnack und das Gefühl, welches ich in dem Moment des Bildes fühle, vermitteln zu können. Der Umgang mich Licht spielt in meiner Fotografie die wichtigste Rolle, würde ich sagen. Meine Schwerpunkte sind Lifestyle-, Reise- und Peoeple-Fotografie, ganz egal wo und mit wem.

Was war für dich die bisher herausforderndste Situation als Fotograf?

Immer, wenn ich an meine Fotografie denke, habe ich nur positive Erinnerungen. Ich glaub, die größten Herausforderungen waren keine, die ich als Fotograf hatte, sondern eher mit mir selbst. Ängste. Die Angst nicht gut anzukommen, Angst davor etwas falsch zu machen. Ich habe auch lange dafür gebraucht, mich wirklich Fotografin zu nennen, weil ich irgendwie immer das Gefühl hatte, dafür noch nicht gut genug zu sein. Durch die Fotografie habe ich aber eine gewisse Selbstsicherheit über die Jahre entwickelt. Wenn ihr irgendwann wisst, was ihr könnt und wie ihr am Besten arbeitet, werdet ihr sicherer und macht euch weniger Gedanken.

Wie viel Vorbereitung und Planung stecken in deinen Reisen?

Ich reise eigentlich nur spontan. In der Branche, in der ich arbeite, geht das auch gar nicht anders. Social Media ist schnelllebig und kurzfristig, es kann sein, dass ich heute eine Anfrage für ein Reiseprojekt nächste Woche bekomme. Ich muss spontan sein. Persönlich mag ich das und bin immer bereit für sowas. Auch privat reisen Timo und ich viel mit unserem VW Bus wohin, ohne groß zu planen. Wir lassen uns meistens treiben. Ich denke das liegt daran, dass wir auf Reisen einfach zu oft die Erfahrung gemacht haben, dass eh immer anders kommt, als geplant. Deswegen gehe ich einfach los, lass mich überraschen und gucke, wo es mich hintreibt. Die Begegnungen und Bilder, die dadurch entstehen, sind immer wieder beeindruckend.

Woher nimmst du deine Inspiration?

Überwiegend aus Licht, neuen Orten, Situationen und Menschen. Ich liebe das Reisen, weil ich spontan sein kann und immer neue Dinge sehe. Natürlich shoote ich auch Kampagnen und Jobs, die müssen etwas geplanter sein, aber auch hier finde ich immer Inspiration. Das Leben, neue Situationen, Menschen oder Dinge, die mir im Leben begegnen, inspirieren mich. Das kann auch eine Freundin im Gegenlicht sein oder ein schöner Abend in meinem VW Bus mit einem Bier. Ich liebe diese kleinen Momente.

Wann fotografierst du am liebsten?

Also wann ist ganz klar: Bei Sonnenaufgang oder Untergang. Das tief stehende Licht zaubert wundervolle Lichtstimmungen und lässt mich eine schöne Bildsprache kreieren - ich merke immer wieder wie ich zu diesen Zeiten am Kreativsten arbeiten kann.

Bei Sonnenaufgang an der 9 Arche Bridge in Sri Lanka | D850 & AF-S NIKKOR 28 mm 1:1,4 E ED

Die Geschichte hinter einem deiner Bilder: Gibt es ein Bild, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Dieses Bild ist vielleicht nicht mein Stärkstes oder das krasseste Motiv, aber die Geschichte dahinter ist besonders. Ich bin spontan nach einem Job, den ich in Schweden hatte, vor Ort geblieben. Irgendein Gefühl in mir, hat mir gesagt: bleib. Ich war einige Tage allein unterwegs, habe Wanderungen gemacht, in der Natur gechillt und bin rumgefahren. So hat es mich irgendwie Richtung Norden verschlagen, bis ich in dem Nationalpark Höga Kusten gelandet bin. Hier war ich viel in der Natur unterwegs und war beflügelt von der Schönheit in den einfachsten Dingen. Durch diese Reise bin ich letztendlich auch an einen Wendepunkt in meinem Leben gekommen, denn ich habe durch ganz viele kleine Entscheidungen ein Haus mit Timo gekauft. Das ist jetzt die absolut kürzeste Variante. Das Bild wird mich in vielen Jahren noch an diese Reise und das Gefühl erinnern und daran, wie wichtig es ist auf sein Bauchgefühl zu hören, sich treiben zu lassen und neue Inspiration in der Stille zu finden.

Wenn Zeit, Geld und andere Faktoren keinerlei Rolle spielen würden: Wie würde Dein absolutes Traumprojekt aussehen?

Ich habe gerade mit dem Hauskauf in Schweden ein kleines Traumprojekt verwirklich. Das Haus wird in Zukunft ein kreativer Platz inmitten der Natur sein für Leute, die neue Inspiration und Kraft sammeln wollen. Es wird mega, vor allem weil mich das Nikon-Team so toll unterstützt. Wenn ich aber mal richtig Kohle und Zeit hätte, würde ich (inspiriert durch das Sommercamp im Sommer mit Jack Wolfskin) vielleicht eine Art Camp eröffnen. Abende am Lagerfeuer, gemeinsame Koch-Sessions, kleine Foto-Touren durch die Natur, zelten, aktiv sein und eine schöne Zeit mit Menschen haben. Ich glaube, vielen von uns fehlt die Verbindung zur Natur und wir vergessen wie wichtig es ist, uns auf wenig zu reduzieren. Auf sowas hätt ich Lust :)

WHAT'S IN MY BAG

VERWANDTE ARTIKEL

PORTRÄT-WORKSHOP: EMOTIONALE BILDER IM STIL VON SEBASTIAN BERTHOLD ALIAS „BERGSTRVM“

PERFEKTER EINSTIEG IN DIE SPIEGELREFLEX-FOTOGRAFIE – TEIL 2

MIT DER NIKON D850 UNTERWEGS BEI ANNENMAYKANTEREIT

NEUE ARTIKEL

ABGEFAHRENE KUNST: ALEXANDRA LIER UND IHRE MUTANT VEHICLES

NIKKOR Z 24-200 MM 1:4-6,3 VR: KOMPAKTES ALLROUND-ZOOM FÜR REISEFOTOGRAFEN

IM AUFTRAG DER KUNST: DER PHOTO & VIDEO SERVICE DER ART BASEL