MATTHIAS HANGST

Mittwoch, 02. September 2020

Neun Olympische Spiele, unzählige Endspiele der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaften, diverse große internationale Sportveranstaltungen – sein Portfolio zieren unglaubliche Sportevents und noch unglaublichere Fotos! Mit gerade einmal 42 Jahren hat Matthias Hangst das erreicht, was vielen Sportfotografen ihr Leben lang verwehrt bleibt. Der mehrfach preisgekrönte Sportfotograf und Chef-Fotograf bei Getty Images entdeckte seine Begeisterung für die Fotografie mit gerade einmal 15 Jahren, als er für eine lokale Tageszeitung arbeitete. Als freier Mitarbeiter schrieb er eigene Artikel und nutzte die Chance auf mehr Entlohnung durch das Fotografieren begleitender Fotos – damals noch mit der alten Kamera seines Vaters. Da Matthias selbst schon immer passionierter Leichtathlet und Handballer war, verband sich sein Interesse für die Fotografie automatisch, ja sogar unvermeidbar mit seiner Leidenschaft für den Sport. Seine Karriere führte ihn als junger Fotograf weiter über einige Agenturen, bis er schließlich im Alter von 25 Jahren beschloss, sich selbstständig zu machen. Diese Entscheidung kam mit dem ersten persönlichen Durchbruch bei der Fußball-WM 2002 in Japan und Südkorea. Hierfür nahm er sich zunächst mehrere Wochen unbezahlten Urlaub, um das wichtige Geschehen mit seiner Fotografie zu dokumentieren. Nachdem er das Projekt gemeinsam mit einem Kollegen erfolgreich abgeschlossen hatte, war Matthias klar, das ist das Leben, was er führen will. Dank seines dynamischen Stils und seiner Fähigkeit, interessante Stimmungen und Perspektiven einzufangen, erhielt er seither viele Aufträge von internationalen Spitzensportverbänden wie FIFA, DFL, FINA oder Wimbledon. Neben zahlreichen Auszeichnungen für seine Arbeit bei weltweiten Sportveranstaltungen fotografiert er außerdem erfolgreiche Werbekampagnen für namhafte Marken und arbeitet regelmäßig im Auftrag von Sponsoren und Organisationen.


Mittlerweile ist er über 20 Jahre in der Branche tätig und ist weltweit eine absolute Größe und Inspiration für viele aufstrebende Sportfotografen. 

D5 | 85 mm | 1/15 Sek | f/5,6 | ISO 200

D5 | 200 mm | 1/5000 Sek | f/5,0 | ISO 320

D5 | 14 mm | 1/6400 Sek | f/5,6 | ISO 640

D5 | 78 mm | 1/2000 Sek | f/3,5 | ISO 400

D5 | 70 mm | 1/4 Sek | f/11 | ISO 50

D4S | 16 mm | 1/640 Sek | f/4,5 | ISO 500

D5 | 92 mm | 1/15 Sek | f/10 | ISO 100

 

Athleten haben Vorteile

Athlet zu sein und Sportfotografie zu betreiben, hat sehr viele Ähnlichkeiten. Wenn man selbst einer oder mehreren Sportarten nachgeht, bietet es einem als Sportfotografen eine Menge Vorteile. Ganz wichtig: Man versteht Bewegungsabläufe und Bewegungsformen deutlich besser und kann so wesentlich gezielter fotografieren, weil man genau absehen kann, wie die Bewegungen eines Sportlers aufeinanderfolgen. Das ist absolut essenziell bei der Sportfotografie. Als Sportler versteht man außerdem die Emotionen hinter der Sportart und bei Wettkämpfen viel besser, da man sie selbst erlebt hat. Man weiß, was diese in bestimmten Momenten bedeuten und wie wichtig sie für den Sportler und daher auch für den Sportjournalismus sind. 

Eine weitere Eigenschaft, die man als Sportler mitbringt und die auch der Sportfotografie zugutekommt ist natürlich ein ausgeprägter Ehrgeiz. Hier gelingt der Vergleich am Beispiel der Olympischen Spiele: Wie auch bei Sportlern und Athleten dürfen hier nur die besten Fotografen „antreten“. Um dabei sein zu dürfen, bedarf es einer langen Vorbereitung und enorm viel Training. Man muss im körperlich und geistig topfit und in der Lage sein, sich während eines Sportevents durchgehend fokussieren und blitzschnell auf Ereignisse reagieren zu können. In der Fotografie ist es außerdem unerlässlich, dass man den Willen mitbringt, sich stetig zu verbessern und seine Fähigkeiten herauszufordern. 


 

Der besondere Moment

Es gibt für mich nicht DEN einen Moment oder DAS eine Bild, welches mir im Laufe meiner Arbeit besonders in Erinnerung geblieben ist. Vielmehr sind es Turniere, längere Events oder vollumfängliche Erfahrungen, die mich bis heute prägen. 

 

Mir geht es wie den meisten Kollegen und Kolleginnen, die es einmal miterleben durften: Ich glaube, keiner vergisst seine ersten Olympischen Spiele. Die drei Wochen 2000 in Sydney gehören für mich immer noch zu den einschneidendsten Erlebnissen. Diese haben mir auch ein großes Stück weit die Entscheidung erleichtert, was ich beruflich machen möchte – nach Sydney war für mich völlig klar: Darauf fokussiere ich mich und versuche alles, um in der Branche Fuß zu fassen. Was am Ende funktioniert hat. Dann durfte ich die letzten 20 Jahre die Hochs und Tiefs der Deutschen Fußball Nationalmannschaft miterleben. 2002 war ich z. B. bei der WM in Japan dabei, als Deutschland im Finale gegen Brasilien verloren hat. Auf der anderen Seite hatte ich aber auch das Vergnügen, den WM-Sieg 2014 in Rio miterleben zu dürfen. Das sind schon Dinge, – auch wenn ich als Fußball Fan nicht eine bestimmte Mannschaft unterstütze, sondern die Sportart als solches sehr mag – die unheimlich interessant sind, da man die Entwicklung eines Teams hautnah miterleben kann. Natürlich ist allein die Möglichkeit, einen WM-Sieg fotografisch begleiten zu dürfen, etwas ganz Besonderes. 

 

Meine 3 Tipps für angehende Sportfotografen, um die Dynamik in Bewegungen festzuhalten

 

Equipment kennen

Es ist extrem wichtig, sein Werkzeug zu verstehen, zu kennen und zu beherrschen, um sich dann keine Gedanken machen zu müssen, wenn man es einsetzt. Jeder Sportler und jede Sportlerin trainiert mit dem Sportgerät, jeder Handwerker hat seinen Handwerkskasten im Griff und weiß, wo was ist und genauso ist es auch bei Kamera-Equipment. Da die Geräte heutzutage extrem modern und technisch sehr anspruchsvoll sind, nehmen sie uns selbstverständlich eine Menge Arbeit ab. Am Ende verleitet es aber einfach dazu, dass man sich nicht mehr so ausführlich damit auseinandersetzt, wie man eigentlich sollte. Sein Equipment zu verstehen ist aber die absolute Key-Voraussetzung für die Sportfotografie. Daher investiert die Zeit, lest die Bedienungsanleitungen aufmerksam durch und trainiert!

Bewegungsabläufe verstehen

Um wirklich die Dynamik einer Bewegung einfangen zu können, muss man unglaublich gut verstehen, was da beim Sport überhaupt passiert. Ihr müsst grundlegende Bewegungsabläufe verstehen, um zu wissen, mit welcher Belichtungszeit ihr das Motiv ablichten könnt, damit das Objekt scharf ist oder der Hintergrund eine gewisse Unschärfe bekommt. 

Wie bewegt sich ein Sportler? Wie bewegt sich ein bestimmtes Sportgerät? Sei es Fahrrad, Formel-1-Bolide oder Wildwasserkanu. Was sind die Bewegungsrichtungen und Bewegungsgeschwindigkeiten? Das zu wissen, hilft ungemein, wenn ihr wie ich zum Beispiel auch mit längeren Verschlusszeiten durch die Technik des Mitziehens bestimmte Bewegungen ideal festhalten wollt. 

 

Körpergefühl und Beherrschung

Vor allem für meine Langzeit-Aufnahmen ist ein ausgeprägtes Körpergefühl von hoher Bedeutung. Die richtige Atem-Technik ist beispielsweise für einen Sportfotografen genauso wichtig wie für einen Biathleten, der am Schießstand seine Atmung für den Schuss anpasst und kontrolliert. Ebenfalls wichtig ist der eigene Körperschwerpunkt. Wie stehe ich? Wie ist meine Kamerahaltung? Wie setze ich technisch einen Mitzieher um? Hier ist es einfach wichtig, zu trainieren und herauszufinden, welche Positionen für euch ideal sind. Auf dieser Basis könnt ihr dann aufbauen und eure Haltung und Bewegungen als Fotograf fortwährend ausbauen und perfektionieren.

D5 | 82 mm | 1/4 Sek | f/22 | ISO 50

 

Der Arbeitsalltag als Sportfotograf – alles andere als langweilig

Der Alltag auf einem Sport-Event, ich nehme gern erneut das Beispiel der Olympischen Spiele, ist ziemlich spannend und ziemlich stark getaktet. Hätten die Spiele 2020 in Tokio stattgefunden, wären wir mit mehr als 120 Menschen angereist. Welche Disziplin, wann und von wem fotografiert wird, ist vorab in einem Plan geregelt. Wir entscheiden also nicht selber, was wir tun, sondern wir werden eingeteilt. Dann geht es in der Regel jeden Tag sehr früh morgens los, so gegen 5 oder 6 Uhr, und für jeden Fotografen und Fotografin sind dann 1-2 Events oder Sportarten am Tag geplant. Hierbei können wir uns voll und ganz auf das Fotografieren konzentrieren, da wir den großen Vorteil haben, unsere Bilder nicht selber bearbeiten und beschriften zu müssen – der Workflow läuft über ein separates Editing-System und wird von mehreren Editoren und Editorinnen übernommen. Neben dem Fotografieren benötigt es bei den Olympischen Spielen enorm viel Zeit für Transporte von A nach B. Wir möchten immer etwas früher am Event-Ort sein, um in Ruhe aufzubauen, uns vorzubereiten oder ggf. noch Remote-Kameras zu installieren und zu prüfen. Ein typischer Arbeitstag dauert hier eigentlich immer zwischen 16 und 18 Stunden. Da bleibt abends gegen 22 oder 23 Uhr nur noch die Zeit, schnell ein Daten-Back-Up auf dem eigenen Rechner durchzuführen und vielleicht noch etwas Kleines zu Essen aufzutreiben, bevor man erschöpft ins Bett fällt.

Ein anderes großes Event, welches ich noch als Beispiel anführen kann, ist die Fußball-Weltmeisterschaft. Hier verändert sich die Gewichtung ein wenig: Der Zeitanteil der Fotografie ist hier wahrscheinlich am geringsten, ein Spiel geht eben nur 90 Minuten. In den fünf Wochen, die man vor Ort ist, schafft man normalerweise 18-20 Spiele und ein Großteil der Zeit geht tatsächlich für Logistik und Reisen drauf. Man fliegt oder fährt Stunden und teilweise Tage zu den landesweit verteilten Stadien, um dann 90 Minuten Fußball-Spiel abzulichten.

Wenn mal keine Events sind, verbringe ich einen Teil meiner Zeit selbstverständlich damit, zu fotografieren. Der andere Teil meiner Zeit widmet sich dem Management. Als Chef-Fotograf bei Getty Images leite ich ein Team von 8 deutschen und niederländischen preisgekrönten Sportfotografen und -Fotografinnen. Das heißt, ich habe auch noch andere Aufgaben, als „nur“ schöne Fotos aufzunehmen, sondern habe zudem eine umfangreiche Team-Verantwortung. Hier versuche ich natürlich, stetig den Umfang der Bilddatenbank zu erweitern, die Qualität unserer Arbeit weiter zu erhöhen und dem Team in allen Situationen hilfreich als Vorgesetzter zur Seite zu stehen. 

 

Das Fazit zum Alltag eines Sportfotografen: Es wird nicht langweilig. Als Sportfotograf hat man eigentlich immer viel zu tun. Manchmal nimmt die Fotografie dabei einen sehr großen, manchmal einen kleineren Teil ein. Je nachdem, welche reisebedingten Voraussetzungen gegeben sind. Es ist definitiv anstrengend und sehr intensiv. Mitunter, da das Reisen zu verschiedenen Sportevents weltweit vor allem mit häufig wechselndem Klimata und auch Jetlags einhergeht. Aber genau das macht natürlich auch Spaß – dafür macht man es und dafür lebt man auch als Sportfotograf. Diese Events sind schließlich am Ende der große Fokus, die für alle Sportfotografinnen und Fotografen ein absolutes Highlight darstellen. 

 

Unverzichtbares Equipment als Sportfotograf  

Die Sportfotografie ist vielseitig und nicht immer allein auf das Fotografieren von Sportevents beschränkt. Dazu gehört wesentlich mehr: Man ist Porträt-Fotograf oder arbeitet auch mal im Studio. Manchmal fotografieren wir auch gezielt architektonische Motive, wenn es zum Beispiel um Stadien geht. 

Die klassische Ausrüstung für den Sportfotografen/die Sportfotografin sieht aber in der Regel bei jedem ähnlich aus. Im Bereich der Objektive kann man definitiv nicht auf ein lichtstarkes Zoom verzichten. Hier kommt bei mir wie bei vielen Kollegen das AF-S NIKKOR 70-200 mm 1:2,8E FL ED VR zum Einsatz. Auch eine sehr lichtstarke Festbrennweite ist für die Sportfotografie unumgänglich. Das ist bei den meisten von uns ganz klassisch das AF-S NIKKOR 400 mm 1:2,8E FL ED VR. Das sind die beiden absoluten Objektiv-Standards. Dann kommt noch ein drittes Objektiv dazu, speziell für den Bereich Fußball. Viele benutzen hier ein AF-S NIKKOR 24-70 mm 1:2,8E ED VR, ich benutze aber auch gern das AF-S NIKKOR 35 mm 1:1,4G. Mit drei Standard-Objektiven bedeutet es natürlich, dass ich auch immer 3 Kameragehäuse mit dabeihaben muss. Das ist in etwas die klassische Ausrüstung für die Sportfotografie.

Je nachdem kommen dann individuell noch weitere lichtstarke Teleobjektive hinzu. Bei mir geht es da z. B. hoch bis zu 600 mm und runter bis zu 8-15 mm Fisheye. Was ich extrem schätze, – auch, wenn sie bei der Sportfotografie seltener zum Einsatz kommen – sind die Optiken AF-S NIKKOR 105 mm 1:1,4E ED und das AF-S NIKKOR 35 mm 1:1,4G, welches ich schon im Zusammenhang der Standardausrüstung erwähnt habe. Das sind meine Go To Objektive, wenn es um das Thema Reportage geht. Da bin ich dann ausnahmsweise einmal mehr in Bewegung als mein Motiv, habe aber auch wesentlich mehr Ruhe und Zeit für die Aufnahmen.


 

Meine individuellen Einstellungen

 

Schneller Zugriff via Infobutton

Eine Funktion, die ich mittlerweile sehr häufig nutze, ist die individuelle Einstellung über den Infobutton auf der Rückseite der Kamera. Der Infobutton bietet mir einfach einen sehr schnellen Zugriff auf die Grundfunktionen der Kamera – speziell wenn es um die Datenübertragung oder flexible Änderungen von Settings geht. Hier habe ich mir die Funktionen so programmiert, dass ich schnell dahin komme und Einstellungen vornehmen kann, die für meine Arbeit besonders wichtig sind. Ein Knopfdruck und ich habe über das Display Zugang zu den Basissettings  – sehr hilfreich, wenn man schnell etwas ändern muss.

Record-Button mit Sets programmieren

In der Sportfotografie möchte man sehr schnell und unkompliziert z. B. zwischen einer schnellen Verschlusszeit mit offener Blende und einer langen Verschlusszeit für etwas künstlerischere Aufnahmen wechseln können. Da bieten die Kameras verschiedene Möglichkeiten. Ich zu diesem Zweck auf dem Record-Knopf neben dem Auslöser verschiedene Sets mit vordefinierter Blende, Zeit, Iso etc. eingestellt. So kann ich flexibel hin und her schalten und auf stetig wechselnde Situationen schnell reagieren. Ein weiteres konkretes Beispiel sind extreme Licht-/Schatten-Verhältnisse im Stadion: Hier legt man ein Set für die dunklen Bereiche und eines für die sonnigen Bereiche an. Wenn Spieler also zwischen diesen Bereichen hin und her wechseln, könnt ihr das genauso schnell. Das ist eine Einstellung, die ich wirklich häufig benutze.

AF-Stopp am Teleobjektiv individualisieren

Diese Buttons waren ursprünglich mal da, um den Autofokus stoppen zu können. Bei mir liegt dahinter eine andere Funktion: In der Regel arbeite ich mit dem dynamischen Autofokus. Dieser wählt je nach Einstellung aus 25 oder 9 Punkten automatisch den Fokus aus. Es gibt aber Situationen, in denen ich ganz kurzfristig, die absolute Detail-Kontrolle über meinen Autofokus-Punkt haben möchte. Das erreiche ich also, indem ich meinen AF-Stopp-Knopf am Objektiv drücke und gedrückt halte. Dann springt bei mir die Kamera automatisch in den „Continuous-Single-Modus“. Das heißt, ich habe nur noch einen einzigen Autofokus-Point ohne jegliche Erweiterung aktiviert. Das gibt mir absolute Kontrolle über ein ganz kleines Fokus-Feld, um sehr genau festlegen zu können, wo, wie und was ich fokussiere.

 

Geschätztes Feedback für Tokio 

Die Produktentwicklung bei Nikon ist ein ziemlich langer und sehr strukturierter Prozess. Es ist so, dass lange bevor neue Produkte auf den Markt kommen, Profi-Fotografen zum Testen mit hinzugezogen werden. Da gibt es dann verschiedene Level an Kamera-Stadien, die ich im Auftrag von Tokio teste – das kann dann z. B. ein Prototyp sein, ein Vorserienmodell oder Serienmodell usw. An jeder Stelle gibt es immer wieder Testphasen, in denen ausprobiert wird. Hier bekommt man auch mal ein Gerät, welches beispielsweise noch nicht die volle Funktionalität, aber schon einige konkrete Funktionen besitzt, nach denen spezifisch nach Feedback gefragt wird. Man bekommt ein Gerät, testet und gibt dann ausführlich schriftliches Feedback. Darin fasse ich etwa zusammen, was funktioniert, was noch nicht oder was konkret besser sein könnte. Der Austausch ist jedes Mal sehr rege und sehr intensiv. Meine Hauptansprechstelle ist demnach der Nikon Professional Service (NPS) in Deutschland. Dahinter stehen dann weitere Systeme und Abläufe, die mein konkretes Feedback über Nikon Europe bis hin nach Tokio transportieren. In der Regel werden aber neben mir weitere ausgewählte Profis aus aller Welt ebenfalls nach ihrer Meinung gefragt. In diesen sehr komplexen und langwierigen Prozess eingebunden zu sein, ist daher eine große Ehre. Bestimmte Eigenschaften, wie zum Beispiel das Design des Kameragehäuses sind im Nachhinein bzw. einige Monate vor Einführung natürlich nicht mehr so einfach anpassbar. Für mich beim Testen geht es demnach primär um die Funktionalität, die Optimierung der Software bzw. Firmware und um Möglichkeiten für künftige Updates. Der ganze Prozess hinter der Produktentwicklung ist jedes Mal aufs Neue spannend für mich.

 

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