KRISTIAN SCHULLER

Mittwoch, 02. September 2020

Kristian Schuller kam 1978 mit damals sieben Jahren aus Transilvanien / Rumänien mit seiner Familie nach Deutschland. Als Sohn eines Dramaturgen und Regisseurs sowie einer Kunstlehrerin wuchs er nicht nur immer in der Nähe einer Bühne, sondern auch im Kreis unterschiedlicher kreativer Einflüsse auf. Das Theater hatte ihn gelehrt, dass man Medien braucht, um Fantasien zu vermitteln, also beschaffte er sich schon in jungen Teenager-Jahren die notwendigen Instrumente: eine Kamera und eine Nähmaschine. Im Alter von siebenundzwanzig Jahren ging er an die Universität der Künste in Berlin und studierte Fotografie unter F. C. Gundlach und Modedesign unter Vivienne Westwood. Obwohl er sich schließlich entschied, nach seinem Studium eine Karriere als Fotograf einzuschlagen, bestimmen beide Disziplinen weiterhin seine künstlerische Identität. Nicht nur, weil er zunächst als Modefotograf in Paris und London tätig war, wo er für Vogue, Elle, Tatler und Harper's Bazaar fotografierte, sondern auch, weil er weiterhin Mode und Fotografie in seinen eigenen Projekten verbindet. Seine Frau Peggy ist Art Directorin und Modedesignerin und arbeitet mit Kristian zusammen, seit sie sich in Vivienne Westwoods Klasse kennengelernt haben. Ihre Entwürfe spielen eine Schlüsselrolle in seinen Porträts. Nach Jahren in Paris und New York kehrte Kristian Schuller mit seiner Familie nach Berlin zurück. Sein Atelier in Berlin-Mitte dient als bunter Abenteuerspielplatz und bietet mehr als genügend Freiraum für seine sprudelnde Kreativität. Seine Aufnahmen involvieren Pappkartons, Plastikplanen, rohe Bretter, Baumstümpfe, welke Blätter von der Straße und Fingerfarben. Schuller diktiert seinen Motiven dabei kein Szenario, sondern lässt sie das Rohmaterial selbst definieren. "Ich fühle sie, ich reagiere auf sie“, so Schuller über die Modelle vor der Kamera.

 

Anton's Berlin – ein neues Kennenlernen

Anton's Berlin war ein Projekt, das ich anging, als wir nach knapp 10 Jahren Paris und New York zurück nach Berlin kamen. Die Entscheidung, wieder nach Deutschland und Berlin zu kommen, hatten wir getroffen, um mit unseren Kindern näher bei der Familie zu sein. In Berlin angekommen merkte ich, dass sich die Stadt rasant verändert hatte. Für mich stellte sich hier die Frage: Wie komme ich hier wieder an? Man merkt es, wenn man lange weg war, dass der Zug weitergereist ist und man nun einen Weg finden muss, wieder anzudocken. Und wie kann ein Fotograf andocken? Am besten natürlich über Bilder. Und so kam die Idee, ein Projekt zu starten, bei dem ich mich über Bilder, über Porträts wieder auf die Suche mache nach dem neuen, wunderbaren Berlin. So fing die ganze Geschichte an.

Zu Beginn haben wir gezielt überlegt, wofür Berlin eigentlich steht. Berlin steht natürlich auch für die Subkultur, für die Kreativen, die Individualisten – für all die wunderbaren Menschen, die exzessiv ihr Leben leben, sich kreativ darstellen, die Freude am Dasein haben und sich nicht von irgendwelchen Normen einengen lassen. Das ist einfach eine wunderbare Vielfalt. Diese Menschen haben wir dann u. a. im Milieu von Berghain und Co gesucht und gefunden. Viele außergewöhnliche Menschen haben wir im Studio fotografiert und haben dabei aber auch immer den Kreis der Personen vergrößert: darunter Künstler, Schauspieler, Illustratoren, Autoren, DJs, Drag Performer und viele mehr. Wir haben versucht, an unterschiedliche Bereiche heranzugehen, wobei ich zugeben muss, dass ich bei einem Bereich gemäß meinen eigenen Interessen länger verharrt bin: dem der Kunst und der Kreativität. Das Projekt ging zwei Jahre und es ist genau das passiert, was ich mir davon erhofft hatte: Es war ein Ankommen. Mit jedem neuen Gesicht, das man traf, war es ein völlig neues Kennenlernen, ein neues spannendes Erlebnis. Die Zeit bis zum Buchdruck verging so schnell, eigentlich hätte das Projekt auch genauso weitergehen können. Dabei hatte ich mich dem Thema Porträt vorher noch nie so konkret genähert. Natürlich fotografiere ich primär Mode und habe auch mal Porträts fotografiert, habe mich diesem Thema aber nie wirklich konsequent gestellt. Mit diesem Projekt musste ich mich dem stellen. Das Ergebnis dieses Projekts ist, dass ich gemerkt habe, welche Freude und welch ein Faszinosum es doch ist, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Ich liebe die Mode, aber Porträts sind einfach etwas ganz Großartiges und Wunderbares!

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag: € 48,00

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

Kreativität ist ein Prozess

Grundsätzlich sind drei Eigenschaften für die Fashion Fotografie essenziell: Neugierde, Begeisterung und Passion. 

Außerdem sollte man als Fotograf oder Fotografin viel Energie, Fleiß und den Willen, den Weg zu gehen, mitbringen, um die eigene Arbeit wirklich weiterentwickeln zu können. Kreativität ist ein Prozess. Es ist nicht das eine Foto, das man schießt. Es ist nicht das einmalige Auslösen oder das eine Meister-Bild. Es ist ein Prozess, bei dem ich irgendwo anfange und eigentlich nie aufhöre. Hier muss sich jeder Fotograf und jede Fotografin damit anfreunden und verstehen, dass jedes Bild nur eine Momentaufnahme auf einer langen, langen Reise ist.


Von Spiegelreflex zu spiegellos

Mein Weg zum Z-System ist eine spannende Geschichte. Ich habe vorher Ewigkeiten mit Spiegelreflex-Modellen gearbeitet. Von F3, F4 und F5 bis hin zu den digitalen Systemen mit der D850, D810 oder der D800 – wie viele andere Fotografen auch, bin ich mit Spiegel aufgewachsen. Als also die ersten spiegellosen Systeme auf den Markt kamen, lehnte ich diese zunächst komplett ab. Nach und nach nahm ich dann doch das ein oder andere System in die Hand und fing langsam an, mich damit anzufreunden. Als dann die Z 7 kam, gab es für mich einen entscheidenden Faktor, der mich überzeugte: Der elektronische Sucher, der wirklich einwandfrei funktioniert. Das ist natürlich eine Kopfsache, sich daran zu gewöhnen, wenn man vorher nur den Spiegelreflex-Sucher kannte. Was mir bei der Z 7 außerdem wahnsinnig gut gefiel, waren doch auch sehr pragmatische Gründe: Ich reise für gewöhnlich sehr viel. Dabei ist natürlich mein vollausgestatteter Kamera-Koffer mein Haupt-Reisegepäck und da ist das Thema Gewicht natürlich wichtig. So kam es häufig vor, dass mein Equipment-Koffer für das Handgepäck doch zu schwer war. Also probierte ich es mit der Z 7. Sie ist klein, sie ist handlich, sie kann alles, was die D850 auch kann, wiegt aber gefühlt nur die Hälfte. Das war eigentlich mein Einstieg in das Z-System. An dieser Stelle muss ich sagen, für mich ist „the bigger“ nicht unbedingt „the better“. Ein größeres Gehäuse bedeutet nicht bessere Ergebnisse. Ich bin vollkommener Pragmatiker: Ich liebe es leicht und handlich. Vor allem im Fotostudio genieße ich daher diese Freiheiten sehr, mit einer solch leichten Kamera zu arbeiten.

 

Zu Anfang habe ich mich etwas schwergetan: neues System, neues Handling, andere Voraussetzungen. Das Gefühl der Gewöhnung und Vertrautheit kam dann aber doch sehr schnell. Jetzt schätze ich vor allem auch den Autofokus, der sich über das gesamte Feld bewegen kann, den guten Bildsensor, der eine hohe, großartige Qualität bietet und die Optiken, die gefühlt halb so groß sind und trotzdem wunderbare Ergebnisse liefern.

Dann ein für mich noch ganz wichtiger Punkt zum Thema Nikon Z-System: die Z 6. Neben der sehr leichtfüßigen Z 7, gesellte sich die universelle Z 6 als Filmkamera zu meinem Equipment hinzu. Diese Kombination ist perfekt, denn die Z 6 ergänzt die Z 7 als wirklich hervorragende Filmkamera. 4K-Filme, 10 Bit Apple-Pro-Res, mittlerweile auch RAW, (wobei ich das weniger nutze, da mir die Daten einfach zu groß sind). Gerade die Kombination im Film-Kit und mit flexibel wechselbaren Optiken und hochwertigem Gimbal ist eine echte Taskforce – eine wirklich überall einsetzbare Foto- und Filmwaffe. 

Mittlerweile habe ich mich so an das Z-System gewöhnt, dass ich die D850 zwar noch als Back-up habe, ich sie aber wirklich lang nicht mehr in die Hand genommen habe.


 

Do your magic!

© Kristian Schuller, "Anton's Berlin", Hatje Cantz Verlag

Das Thema Teamwork ist bei der Modefotografie sehr wichtig. Hier kann man ein einfaches Beispiel nehmen, nämlich das des Fußballs. Ein Team kann noch so tolle Spieler haben – wenn diese nicht gemeinsam an einem Strang ziehen, wird es keine Erfolge geben. Dieses Beispiel kann man auf alle Teams dieser Welt anwenden, so auch in der Fotografie. Du alleine bist im Prinzip nicht wirklich viel. Du bist wirklich stark und großartig im Kreis deines Teams. Ein großartiges Mode-Foto ist nur so stark wie der Stylist oder die Stylistin, die Haar-Künstler und Künstlerinnen oder das Model. Die Schwäche eines Bildes hängt somit auch immer am schwächsten Part innerhalb einer Zusammenarbeit. Je mehr wir gemeinsam arbeiten, uns gegenseitig motivieren und an einem Strang ziehen, desto wunderbarer wird das Bild.

Ich kann da klar sagen: Wer Modefotografie machen möchte, der muss und sollte ein Teamplayer sein. Das erleichtert die Arbeit und es macht auf diese Weise viel, viel mehr Spaß. Vor allen Dingen kommen ja großartige Talente zusammen und wenn die sich gut ergänzen und gut zusammenspielen, dann ist das Ergebnis auch nachher eine große Freude. Der Fotograf ist vielleicht manchmal ein bisschen wie der Trainer, aber er ist sicherlich nicht der egozentrische Mittelpunkt, der das Shooting im Studio komplett allein durchzieht. Ich hatte es tatsächlich mal in New York, dass sich die Stylistin kurz vor dem eigentlichen Shooting mit den Worten „Do your magic“ vom Set zurückzog und mir die komplette Bühne überlassen wollte. In dem Moment dachte ich nur „Hilfe, bleib‘ bloß am Set!“ – ein Fashionshooting ist nämlich niemals eine One-Man/Woman-Show, sondern eigentlich immer Teamwork.

 

Vom VW-Cabriolet zur stattlichen Nikon-Ausrüstung

Nikon gehört für mich zu meiner eigenen fotografischen Vergangenheit. Schon als ich als junger Teenager in Düsseldorf (damals kam ich aus Rumänien über Bonn dorthin) meine Nase an den herrlichen Schaufenstern der Fotogeschäfte plattdrückte, stach mir der Name Nikon das erste Mal ins Auge. Als Vierzehnjähriger führte mich ein Set-Designer im Rahmen von Dreharbeiten meines Vaters in die wundervolle Kamerawelt ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Nikon, sondern eine Porst-Spiegelreflexkamera meines Vaters. Der Set-Designer brachte mir damals schon den Namen Nikon nahe und erzählte, dass dies die wirklichen Kameras sind. Da fing es dann an, in meinem Kopf umherzuschwirren, und der Wunsch einer eigenen Nikon wurde immer größer. Als ich sechzehn war, wünschte ich mir von meiner Familie eine Nikon F-301. Hier entschloss mein Bruder allerdings eigenständig, dass doch das Top-Modell einer anderen Firma die bessere Kamera sei. Und so bekam ich zu Weihnachten anstatt meiner F-301 eine andere Kamera, was lustigerweise dazu führte, dass mein Wunsch nach einer Nikon nur noch weiter gestärkt wurde. Die andere Kamera war zwar ein sehr gutes Modell, sie war aber eben keine Nikon. Ein Jahr später war dann die ungewünschte Kamera verkauft und gegen eine gebrauchte Nikon F-301 eingetauscht. So konnte es dann losgehen. 

Als ich dann anfing zu studieren, war dann endgültig klar, dass es für mich nur Nikon ist. Aber als Student hatte ich dafür natürlich nicht das nötige Geld. Während des Studiums arbeitete ich viel in unterschiedlichen Jobs und hatte mir bald ein gebrauchtes Golf-Cabriolet zusammengespart. Dieses verkaufte ich und kaufte mir mit der einen Hälfte des Geldes ein nur noch halb so gutes Auto und investierte den Rest sofort in Nikon. Dann wurde das Auto wiederverkauft und nochmals ein halb so gutes für weniger Geld besorgt. Und so ging es immer weiter. Am Ende fuhr ich dann einen 500 DM teuren, rostigen Y10. Dabei hatte ich mir aber durch geschicktes Kaufen und Verkaufen eine stattliche Nikon-Ausrüstung zugelegt: F3 mit einem 300 mm 4.0 und einem 20 mm 3.5, mit 50er- und 85er-Optiken. Das war wirklich ein wahrgewordener Traum. Diese Ausrüstung nahm ich dann als Student auch mit nach Paris auf die Fashion-Week. Dann kam die F4 dazu – das war meine größte Errungenschaft. Alles, was ich an Geld als Jobber im Obstladen oder als Trucker beim Messebau zusammensparen konnte, ging in meine Nikons. 

Ja, ich war sehr geprägt durch diese Firma und ich gebe zu, dass für mich immer noch die F3 HP mit dem MD-4 Motor darunter das Sinnbild der Kamera darstellt. Und so ist es natürlich eine sehr schöne Geschichte für mich, dass jetzt nach so vielen Jahren diese wunderbare Firma zu mir kam und fragte, ob ich mit ihnen zusammenarbeiten möchte. Wie sich die Zeiten ändern…

 

„Ein Mensch ist dann erfolgreich, wenn er für das, was er tut, morgens auch mal um vier Uhr aufsteht und trotzdem lächelt.“ 

Ich freue mich natürlich, dass meine Frau und ich – wir arbeiten zusammen – von der Fotografie leben können. Das ist ein großes Glück, dies ist mir vollkommen klar. Erfolg, großer Erfolg, kleiner Erfolg, das ist alles wahnsinnig relativ. Ein Mensch ist dann erfolgreich, wenn er für das, was er tut, morgens auch mal um vier Uhr aufsteht und trotzdem lächelt – dann ist man für mich erfolgreich.

Dabei ist es sehr wichtig, sich immer wieder neuen Projekten zu stellen und immer wieder nach neuen Aufgaben zu suchen. Wenn man das nicht macht, habe ich immer das Gefühl, dass man zu gemütlich wird. Und Gemütlichkeit und Kreativität sind zwei Dinge, die nicht gut zusammenpassen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass wenn man erfolgreich ist, (wie auch immer man Erfolg definieren mag) dies zu einer gewissen Gemütlichkeit führen kann. Diese führt dann wiederum zu einer Selbstgefälligkeit. Diesen Dingen kann man sich am besten entgegenstellen, indem man sich aktiv bewegt, immer wieder selber in Aktion tritt und sich auch mal eigenen Projekten stellt anstatt auf einen Anruf oder einen Auftrag zu warten. So entstand auch Anton's Berlin. 

Jetzt, nachdem der Bildband veröffentlicht wurde, sind wir natürlich längst in den Überlegungen, was das nächste Projekt sein könnte. Also es wird sicherlich eine Kombination aus Porträt mit Einflüssen aus der Mode sein, wobei „Mode“ hier nicht 1:1 zu verstehen ist, wie ein Kleid, das von einer Person getragen wird. Vielmehr könnte ich mir vorstellen, Mode im Sinne der Freude an Farbigkeit, Kreativität und an Lebendigkeit miteinzubringen. Aber was es genau sein wird, ist momentan noch schwer zu sagen. Das eine Projekt ist gerade erst abgeschlossen. Derzeit haben wir mit Antons Berlin noch jede Menge zu tun, das Buch wurde ja gerade erst gedruckt. 


Es gibt viele weitere Themen, die mich außerdem noch reizen. Themen rund um Rumänien, Transsilvanien, wo ich herkomme. Das ist etwas, das mich immer schon gereizt hat. Dies wäre ein kleines Thema, welches sich auch wieder wunderbar für ein Porträt-Projekt eignen würde. Oder das Thema der großen Fellini-Manege übertragen auf die Welt der Fotografie. Bei diesen Themen ist es allerdings noch viel zu früh, um über Konkretes zu sprechen. Grundsätzlich ist es einfach wichtig, weiterzumachen, weiterzusuchen, sich immer wieder auch ungemütlichen Themen zu stellen, Themen, die es einem nicht leichtmachen. Nur so stellt man sicher, dass man nicht stehen bleibt.

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